Klimaschutz ist kein Nice-to-have!
Warum der Aktionstag am 24. April 2026 in Essen zeigt, wir müssen weiter auf die Straße!
Stell dir vor, du stehst an einem Freitagabend im April auf dem Willy-Brandt-Platz in Essen. Die Luft ist erfüllt von Rufen wie „Klimaschutz jetzt!“ und „Energiewende retten!“. Um dich herum halten Menschen Schilder hoch, auf denen steht, was sie bewegt: die Angst vor der nächsten Heizkostenabrechnung, die Wut über steigende Spritpreise, die Sorge um die Zukunft der Kinder. Es ist der 24. April 2026 und dieser Aktionstag von Fridays for Future ist kein zufälliger Protest. Er ist ein Notschrei einer Gesellschaft, die spürt: Die Klimakrise ist längst im Portemonnaie angekommen.
Doch während die großen Parteien in Berlin und Düsseldorf noch immer über Symbolpolitik streiten, wird in Essen längst klar: Klimaschutz ist keine Frage der Ideologie, sondern der sozialen Gerechtigkeit. Und genau hier setzt Volt Essen an, mit klaren Forderungen und konkreten Lösungen für unsere Stadt. Vor Ort waren auch Jonas Schäfer und Timo Hellbeck, die beide betonen: „Klimaschutz geht nur gemeinsam und er muss jetzt passieren. Wir können nicht länger warten, bis die großen Parteien handeln. Die Zeit zum Reden ist vorbei, jetzt muss gehandelt werden.“
Der Iran-Krieg hat es schonunglos offenbart: Deutschland und damit auch Essen ist verwundbar. Seit März 2026 sind die Energiepreise um 7,2 Prozent gestiegen, die Inflation kletterte auf 2,7 Prozent und das ist erst der Anfangbpb.de. Wer jetzt denkt, das gehe „irgendwie schon vorbei“, der übersieht: Jeder Cent mehr für Strom, Heizung oder Sprit trifft diejenigen am härtesten, die es sich am wenigsten leisten können. Familien in Essen-Werden, Rentnerinnen und Rentner in Altenessen, Studierende in der Innenstadt, sie alle zahlen den Preis für eine Politik, die Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit als Gegensätze behandelt.
Dabei ist die Realität doch: Die Klimakrise ist die soziale Krise unserer Zeit. Wer heute nichts tut, wird morgen noch höhere Kosten haben, nicht nur finanziell, sondern auch menschlich. Hitzeinseln in der Stadt, Überschwemmungen wie 2021, gesundheitliche Folgen durch Feinstaub: Das sind keine Zukunftsszenarien mehr, sondern aktuelle Herausforderungen in Essen und auf der ganzen Welt.
Klimaschutz darf kein Luxusprojekt sein, das nur reiche Städte oder wohlhabende Bürgerinnen und Bürger sich leisten können. Das betont auch Stadträtin Mandy Hindenburg, Mitglied im Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz und im Vorstand von Volt Essen: „In Essen müssen wir jetzt handeln und zwar so, dass alle mitkommen. Während die CDU in der letzten Stadtratssitzung Klimaschutz als ‚zweitrangig‘ abtat, zeigt sich: Für die Große Koalition CDU & SPD in Essen zählt alles, nur nicht das Klima. Wir bei Volt Essen sagen: Es reicht nicht, über die Klimakrise zu reden. Wir müssen sie bekämpfen und zwar so, dass niemand zurückbleibt.“
Volt Essen setzt sich für eine Energieunabhängigkeit durch lokale Lösungen ein. Essen hat das Potenzial, Vorreiterin zu werden: Ausbau von ÖPNV, Förderung von Bürgerenergiegenossenschaften, Sanierung von Sozialwohnungen. Doch statt auf teure Prestigeprojekte zu setzen, braucht es Investitionen in bezahlbaren Wohnraum mit Klimastandards und eine regionale Kreislaufwirtschaft, die Arbeitsplätze sichert, wie etwa Kooperationen mit Betrieben in der Landwirtschaft.
Die explodierenden Energiepreise treffen einkommensschwache Haushalte besonders hart. Volt Essen fordert daher ein kommunales Energieberatungsangebot für Mieterinnen und Mieter und Eigentümerinnen und Eigentümer, das kostenlos und niedrigschwellig ist. Subventionen für Wärmepumpen und Solaranlagen müssen auch für Haushalte mit kleinem Budget zugänglich sein. Ein Moratorium* für Stromsperren in Haushalten mit Kindern oder Geringverdienerinnen und Geringverdienern ist ebenfalls notwendig.
Klimaschutz gelingt nur, wenn er mit den Menschen und nicht gegen sie gemacht wird. Deshalb setzt Volt Essen auf Bürgerforen in allen Stadtteilen, in denen Anwohnerinnen und Anwohner mitentscheiden, wie ihre Nachbarschaft klimafreundlicher wird. Bildungsarbeit in Schulen und Vereinen zeigt: Jeder kann etwas bewegen und muss es auch tun. Transparente Kommunikation über Fortschritte und Rückschläge macht Klimaschutz sichtbar und greifbar.
Am 24. April 2026 haben Tausende in Essen und bundesweit gezeigt: Die Gesellschaft ist bereit für Veränderung. Doch während die großen Parteien noch immer in alten Denkmustern feststecken, braucht es Mut zur Veränderung und genau den bringt Volt Essen mit. Die großen Parteien reden von Klimaschutz, aber handeln nicht. Volt Essen sagt: Es reicht nicht, über die Klimakrise zu reden. Wir müssen sie bekämpfen und zwar so, dass niemand zurückbleibt.
Was du tun kannst: Informiere dich auf der Website von Volt Essen und erfahre mehr über die Forderungen. Komm zu den nächsten Treffen oder schließe dich einer der lokalen Klimainitiativen an. Schreib deinen Stadträtinnen und Stadträten und fordere konkrete Maßnahmen für sozialen Klimaschutz in Essen ein. Teile diesen Artikel mit dem Hashtag #KlimaschutzIstPflicht und zeig: Essen steht für gerechten Wandel!
Frage zum Nachdenken:
Welche eine Klimaschutzmaßnahme würdest du in deinem Stadtteil als Erstes umsetzen und warum? Schreib’s in die Kommentare!
Ein Moratorium ist ein befristeter Aufschub oder Stopp einer Maßnahme, der meist dazu dient, Zeit für Prüfung, Verhandlungen oder eine politische Lösung zu gewinnen. Link