Gleichberechtigung braucht mehr als einen Aktionstag
Am 8. März wird weltweit der Internationale Frauentag begangen. Er erinnert daran, dass Gleichberechtigung kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte ist. Entstanden ist der Tag aus der Arbeiterinnen- und Frauenbewegung des frühen 20. Jahrhunderts. Damals standen Forderungen wie das Frauenwahlrecht, faire Arbeitsbedingungen und politische Mitbestimmung im Mittelpunkt.
Heute, mehr als 100 Jahre später, wurde vieles erreicht. Frauen haben Wahlrechte, Zugang zu Bildung und deutlich mehr gesellschaftliche Mitsprache. Gleichzeitig zeigen aktuelle Zahlen, dass Gleichstellung noch immer nicht vollständig umgesetzt ist.
Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt weiterhin weniger als Männer, übernehmen einen deutlich größeren Anteil unbezahlter Care-Arbeit und sind in vielen Führungspositionen unterrepräsentiert. Themen wie Equal Pay, Equal Care und gleiche politische Teilhabe bleiben daher zentrale gesellschaftliche Aufgaben.
Engagement rund um den Weltfrauentag in Essen
Auch in Essen beteiligen sich Initiativen, Organisationen und politische Akteurinnen und Akteure an Veranstaltungen rund um den Weltfrauentag sowie den anschließenden Frauenstreik. Rund um die Grüne Mitte finden entsprechende Aktionen statt, die auf bestehende Ungleichheiten aufmerksam machen und die gesellschaftliche Rolle von Frauen stärker sichtbar machen sollen.
Auch Mitglieder von Volt Essen engagieren sich in diesem Kontext und unterstützen Initiativen, Veranstaltungen und Formate rund um den Weltfrauentag und den Frauenstreik.
Gleichstellung als politischer Auftrag
Unsere Essener Ratsfrau Mandy Hindenburg beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Themen rund um Gleichstellung, gesellschaftliche Teilhabe und Frauenförderung.
„Gleichberechtigung darf kein Thema sein, das nur einmal im Jahr Aufmerksamkeit bekommt“, betont sie. „Sie braucht politische Verantwortung, konkrete Maßnahmen und gesellschaftliches Engagement an 365 Tagen im Jahr.“
Aus Sicht von Volt betrifft Gleichstellung dabei viele politische Bereiche, von Arbeitsmarkt und Wirtschaft über Bildung bis hin zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Zu wichtigen Handlungsfeldern gehören unter anderem:
mehr Frauen in Führungspositionen in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik
bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
eine gerechtere Verteilung von Care-Arbeit
transparente und faire Bezahlung
stärkere Förderung von Gründerinnen und Unternehmerinnen
Gleichstellung auch innerhalb politischer Strukturen
Auch innerhalb politischer Parteien spiegeln sich gesellschaftliche Strukturen wider. Ehrenamtliches Engagement ist die Grundlage vieler politischer Aktivitäten – gleichzeitig beteiligen sich Frauen häufig seltener an Parteiarbeit, weil sie gesellschaftlich noch immer stärker durch Care-Arbeit und andere Verpflichtungen eingebunden sind.
Rebekka Höch von Volt Essen (Vorstand-team) betont daher, wie wichtig es ist, Gleichstellung auch innerhalb politischer Organisationen mitzudenken:
„Viele Frauen möchten sich politisch engagieren, stoßen aber noch immer auf strukturelle Hürden. Deshalb ist es unser Anspruch, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Beteiligung und Engagement tatsächlich ermöglichen.“
Für Volt Essen sei Gleichstellung dabei ein zentraler Bestandteil politischer Arbeit, ebenso wie Diversität und Klimaresilienz.
Ein Zeichen auch beim Frauenstreik
Rund um den Weltfrauentag beteiligt sich Volt Essen daher an verschiedenen Aktionen und unterstützt Initiativen, die auf bestehende Ungleichheiten aufmerksam machen.
Auch beim Frauenstreik setzen Mitglieder der Partei gemeinsam, Frauen und Männer, ein Zeichen für mehr Gleichberechtigung.
Der Weltfrauentag bleibt dabei ein wichtiger symbolischer Moment.
Doch echte Gleichstellung entsteht nicht an einem einzigen Tag, sondern durch kontinuierliche politische Arbeit und gesellschaftliches Engagement.