Smart City und Open Data
Smart Cities erzeugen enorme Mengen von Daten zum Verkehr, zur Wetterlage, zum Klima oder vielen anderen Bereichen des Frankfurter Alltags. In diesen Daten liegt ein großes Potenzial, das Leben in der Stadt zu verbessern.
Um das potenzial zu nutzen, müssen diese Daten jedoch ausgewertet werden. Viele Daten bleiben aber unausgewertet und einige Datensätze werden immer noch aufwändig manuell analysiert. Das ist langsam, kostspielig und ineffizient und lässt das Potenzial dieser Daten ungenutzt. Das möchten wir durch moderne Verfahren und effiziente Auswertungen ändern.
Mit den ausgewerteten Daten möchten wir das Leben der Frankfurter*innen verbessern, den Verkehr optimieren und die Wirtschaft fördern. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen transparent nach dem Prinzip von “Open Data” verarbeitet werden. Das bedeutet, dass die daraus gewonnenen Daten den Bürger*innen, der Wirtschaft und der Verwaltung offen, nutzbar und transparent zur Verfügung gestellt werden. Wir wollen die “Urbane Datenplattform” mit wirksamen Anwendungsfällen (Use Cases) ausbauen und eine Konsolidierung der verschiedenen Datenplattformen (“Statistik Portal”, “Offene Daten Frankfurt”, “Geodatenkatalog”) vorantreiben. Denn auch effizient erarbeitete Daten helfen nur dann, wenn sie auch problemlos eingesehen und verarbeitet werden können.
Ein Anwendungsbeispiel für die Nutzung solcher Daten ist der “Digitale Zwilling”. Ein solcher erlaubt es, aus den Daten Frankfurts eine digitale Repräsentation der Stadt zu erschaffen. Diese hilft dabei, verschiedenste Situationen digital durchzuspielen, um bessere Entscheidungen zu treffen und bereits getätigte Entscheidungen auf ihre Wirksamkeit zu prüfen.
Ein weiteres Anwendungsbeispiel ist die Veranstaltung von öffentlichen Hackathons, zum Beispiel im Rahmen des “Smart City Forums”. Dafür kommt eine große Zahl an Leuten zusammen, die kollaborativ an einer Software-Lösung eines bestimmten Problems arbeitet. Damit es hier nicht nur zu einem funktionalen, sondern auch einem praktikablen Ergebnis kommt, wollen wir sicherstellen, dass auch alle Fachbereiche der Verwaltung aktiv einbezogen werden und die Expertise der Mitarbeitenden wirksam eingebunden wird.
Mit einer konsequenten Datenerhebung machen wir den Alltag vor allem im Stadtverkehr effizienter und angenehmer. Neu errichtete oder modernisierte Ampeln sollen grundsätzlich smart steuerbar sein. Die dauerhafte Messung von Verkehrsdaten soll an zentralen Punkten ausgeweitet werden, um sowohl eine datenbasierte Stadtplanung, als auch alltägliche Ampelschaltungen zum Wohl der Bürger*innen zu ermöglichen. Grundsätzlich gilt bei allen Maßnahmen, insbesondere jedoch dort, wo potenzielle Gefahren für Leib und Leben existieren, auf eine angemessene digitale Sicherheit zu achten.
Volt setzt sich außerdem für den Aufbau eines Systems von vernetzten Sensoren im Parkraum ein. Damit werden freie Parkplätze in Echtzeit in marktgängigen Parking Apps oder als ausgewiesene Car-Sharing-Parkplätze angezeigt. Dieses System ermöglicht außerdem eine deutlich verbesserte Parkraumkontrolle (Einhaltung von Park- und Halteverboten und Parkdauern) unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Anforderungen.
Best Practice: Dublins Digitaler Zwilling
Dublin arbeitet zurzeit an einem digitalen Zwilling, der sich vor allem auf die Mobilität fokussiert und Daten aus dem Stadtverkehr, dem öffentlichen Personennahverkehr und Fußgänger*innen nutzt, um Ampelschaltungen zu optimieren, dedizierte Busfahrspuren zu planen, Verkehrsstaus zu vermeiden und so die Situation für alle zu verbessern.