Arbeiten für Frankfurt
Damit Frankfurt funktioniert und lebenswert bleibt, wird ausreichend qualifiziertes Personal benötigt. Die Arbeit für die Stadt ist für viele allerdings unattraktiv. Um qualifiziertes Personal im Bereich der Digitalisierung, aber auch der Stadtplanung, der Jugendhilfe und Kitas zu finden, muss sich die Stadt als zukunftsorientierte und verlässliche Arbeitgeberin positionieren.
Wir machen uns für eine Frankfurt-Zulage für besonders gefragte Fachkräfte stark, um im Wettbewerb mit der Privatwirtschaft besser bestehen zu können. Zudem wollen wir moderne Arbeitsweisen etablieren, die beispielsweise auf Projektmanagement, flachen Hierarchien und agilen Methoden basieren. Ergänzt wird dies durch zeitgemäße Arbeitsbedingungen, wie flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuung, Home Office und eine bessere, digitale Ausstattung der Arbeitsplätze.
Mit Co-Working-Spaces und regelmäßigen Verwaltungslabs fördern wir Austausch, Kreativität und Transparenz. Mobiles Arbeiten und flexible Zeitmodelle sind fester Bestandteil dieser Arbeitskultur. Dadurch wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestärkt, der Pendelverkehr reduziert und die Stadtverwaltung ein attraktiver Arbeitgeber im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte.
Das Stadtplanungsamt leidet unter Personalmangel im Planungsbereich. Deshalb werden wir bei derAusschreibung von Stellen im Stadtplanungsamt auch Personen mit Bachelorabschluss zulassen (für entsprechende Aufgaben) oder Personen mit passendem Masterabschluss, jedoch noch ohne Berufserfahrung. Damit wollen wir auch Personen, die sich bisher aufgrund der strikten Regularien nicht auf eine dringend zu besetzende Stelle bewerben konnten bzw. aufgrund von formalen Anforderungen abgewiesen wurden, die Chance bieten, im Rahmen ihrer Ausbildung und Fähigkeiten für das Stadtplanungsamt zu arbeiten. Dieses Potential wird bereits von Städten wie Düsseldorf und Berlin genutzt.
Der Mangel an Erzieher*innen ist groß. Wir möchten, dass die Zahl der städtischen praxisorientierten Ausbildungsplätze erhöht wird, es Tagespflegepersonen erleichtert wird, eine Stelle in an einer Kita anzutreten und die Anerkennung pädagogischer Ausbildungen aus dem Ausland bei der oft langwierigen Prüfung der Anerkennung bevorzugt bearbeitet werden.
Zudem wollen wir Stellen für Sozialarbeiter*innen in Kitas einführen. Diese sollen insbesondere den Eltern bei Erziehungsproblemen, persönlichen Problemen und der Integration beratend zur Seite stehen und die Vermittlung von Hilfs- und Förderangeboten wie z. B. finanzielle Zuschüsse und Sprachkurse übernehmen. So fällt diese wichtige Arbeit nicht mehr (allein) bei nicht dafür ausgebildeten Erzieher*innen an, sodass sie mehr Zeit für ihre eigentliche Aufgaben haben. Des Weiteren sollte bei der Arbeit mit Kindern berufsspezifische Besonderheiten, wie durchschnittlich häufigere Krankheitstage, berücksichtigt werden. Es sollte auch sichergestellt werden, dass genügend qualifiziertes Vertretungspersonal zur Verfügung steht.
Volt möchte, dass die Stadt ihren Mitarbeiter*innen ermöglicht, im Ehrenamt aktiv zu sein. Zwar ist das derzeit nicht verboten, jedoch sollte Flexibilität bei der Anpassung der Arbeitszeiten ans Ehrenamt gewährleistet sein. Zu prüfen ist auch, inwiefern eine geringe Anzahl von Stunden pro Monat (1 - 3) in ehrenamtlichen Tätigkeiten als Arbeitszeit angerechnet werden kann, dies ist in großen Unternehmen nicht unüblich.
Wir streben eine Modernisierung des “Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst” (TVöD) an. Wir möchten, dass mehr Spielraum für Quereinsteiger*innen und Personen ohne akademische Qualifikationen vorhanden ist, die insbesondere im IT-Bereich wichtige Aufgaben erfüllen könnten.