Hebammenversorgung
Die Hebammenversorgung in Frankfurt am Main ist seit Jahren unzureichend. Der Mangel an freiberuflichen Hebammen führt dazu, dass viele Familien keine Betreuung unter der Geburt oder im Wochenbett erhalten. Wir wollen die Versorgung gezielt stärken, neue Hebammenstellen fördern und bürokratische Hürden abbauen, damit Familien die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Eine Stadt, in der Eltern und Kinder gut versorgt sind, ist eine Stadt, die für ihre Bevölkerung funktioniert und lebenswert ist.
Unser Ziel ist es, die Hebammenversorgung in Frankfurt bis 2030 flächendeckend sicherzustellen und nachhaltig auszubauen. In der Schwangerschaft sollen alle Frankfurter*innen möglichst einfach eine Hebamme für die ambulante Wochenbettbetreuung finden – unabhängig vom Wohnort oder vom Zeitpunkt der Suche.
Wir machen uns deshalb für ein Hebammen-Stipendium mit Niederlassungsverpflichtung nach Ausbildung stark, verstetigen das Projekt “Frankfurter Wochenbett-Notversorgung” und erweitern das Angebot auf die gesamte Wochenbettzeit von 12 Wochen (statt 10 Tage). Zudem dürfen Geburtshilfe-Hebammen länger mit dem Parkausweis „Sozialer Dienst“ parken. Eine erweiterte Datenerfassung des Gesundheitsamtes zur Erkennung von Hebammen-Versorgungslücken soll etabliert werden. Volt setzt sich zudem für die Einrichtung einer zentralen städtischen Vermittlungsplattform für Hebammen ein.
Frankfurter Wochenbett Notversorgung
Die Initiative Frankfurter Wochenbett Notversorgung wird durch die Dr. Senckenbergische Stiftung und das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main finanziert. Sie vermittelt Hausbesuche sowie Hebammensprechstunden und sie gibt bei Bedarf telefonisch Rat.
Wir wollen die gesetzlich festgelegte freie Wahl des Geburtsorts sicherstellen, indem neben den fünf Frankfurter Geburtskliniken auch Geburtshäuser oder Hausgeburtshebammen zur Verfügung stehen. Frankfurt soll ein attraktiver Standort für junge Hebammen werden, sodass Absolvent*innen der Hebammenwissenschaften gezielt in Frankfurt bleiben oder zuziehen.
Best Practice: Hebammenstipendien
In Baden-Württemberg und in Niedersachsen wurden bereits Stipendien für Hebammenstudium mit Verpflichtungzur Niederlassung als Hebamme vor Ort als Maßnahme eingeführt.