Digitale Gesundheitsversorgung
Eine alternde Gesellschaft, komplexere Krankheitsbilder, Fachkräftemangel und schleppende Digitalisierung führen zur Überlastung von Rettungsdienst und Kliniken und stellen uns vor große Herausforderungen. Vulnerable Gruppen sind durch den Mangel an psychiatrischen Versorgungsstrukturen und den Abbau der Kindernotfallversorgung besonders gefährdet.
Klassische Maßnahmen wie z. B. die Einstellung von mehr Personal sind unzureichend. Wir brauchen intelligente Lösungen für eine moderne, funktionierende Notfallversorgung, die Leben rettet, Ressourcen intelligent nutzt und alle Bürger*innen schützt.
Wir wollen Patient*innen durch bessere Vernetzung und durch Digitalisierung zur richtigen Versorgungsstufe bringen. Wir setzen uns deshalb für den Ausbau von telemedizinischer Erstversorgung, Schaffung digitaler Schnittstellen im Gesundheitswesen, Implementierung von Ersthelfer*innen-Systemen und öffentlichen Schulungen wie z. B. Erste Hilfe oder Wiederbelebung ein.
Best Practice: Digital helse
Norwegen gilt als ein europäischer Vorreiter für eine moderne, digital vernetzte Gesundheitsversorgung. Seit Jahren setzt das Land auf Telemedizin, um unabhängig vom Wohnort, Zugang zu medizinischer Betreuung zu ermöglichen. KI-gestützte Bildanalysen in der Teleradiologie verkürzen Wartezeiten und Online-Plattformen bieten Therapieangebote. Gesetzliche Anpassungen fördern die dauerhafte Integration dieser Lösungen.