Rassismus
Rassismus ist ein vielschichtiges, gesellschaftliches Problem, das sich tagtäglich in unterschiedlichen Formen zeigt und ganz spezifische Auswirkungen auf die jeweiligen Individuen und Gruppen hat.
Von subtilen Mikroaggressionen bis hin zu strukturellen Ungleichheiten in Bildung, Arbeitsmarkt oder Wohnungswesen; Rassismus prägt Institutionen, Diskurse und soziale Beziehungen, oft unsichtbar, aber mit nachhaltigen Folgen für alle Betroffene und für den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt. In Frankfurt, einer vielfältigen und internationalen Stadt, bedeutet die Auseinandersetzung mit Rassismus auch die Verantwortung, ihn klar zu benennen und in all seinen Facetten sichtbar zu machen. Deshalb stehen wir entschlossen gegen Anti-Schwarzen, Anti-Kurdischen, Anti-Muslimischen, Anti-Slawischen, Anti-Asiatischen-Rassismus, sowie Antiziganismus. Denn Rassismus richtet sich nicht abstrakt, sondern gezielt gegen Menschen und Gruppen, alle sind auf unterschiedliche Weise von Vorurteilen, Diskriminierung und Gewalt betroffen.
Der Kampf gegen Rassismus verlangt einen umfassenden Ansatz. Strukturelle Reformen, institutionelle Selbstkritik und Veränderung, kulturelle Sensibilisierung und Aufklärung, klarer Abgrenzung gegenüber extremistischen Ideologien und die Förderung einer solidarischen Alltagskultur, die Vielfalt als Stärke begreift.
Wir möchten, dass Frankfurt eine lebenswerte, inklusive Stadt wird, in der alle Menschen frei, sicher und selbstbestimmt leben können. Wir setzen uns für eine umfassende Verwirklichung des 10-Punkte-Aktionsplanes der “European Coalition of Cities against Racism (ECCAR)“ ein. Frankfurt ist seit 2007 Teil des Netzwerks und wir möchten unsere Beteiligung darin erhöhen.
Um institutionellem Rassismus entgegenzuwirken, wollen wir „Racial Profiling“ in der städtischen Praxis bekämpfen, sowie unabhängige Beschwerdestellen für Betroffene einrichten. Wir setzen uns für die Einführung von verpflichtenden Sensibilisierungstrainings für Polizei, Sicherheitsdienste und Verwaltungsmitarbeiter*innen ein und wollen durch eine transparente Datenerhebung von rassistischen Vorfällen in städtischen Behörden ein umfassendes Lagebild sicherstellen.