Intersektionale Diskriminierung
Volt erkennt an, dass verschiedene Diskriminierungsformen zeitgleich existieren, zusammenwirken und sich überschneiden können. Wir wollen gewährleisten, dass Intersektionlität überall bedacht wird und keine Form von Diskriminierung stattfindet.
Wir wollen verpflichtende Antidiskriminierungsschulungen für Lehrkräfte, Schüler*innen und städtische Beschäftigte, sowie die Überarbeitung von Lehrmaterialien in Schulen. Beispielsweise sollen koloniale und rassistische Stereotype entfernt und vielfältige Perspektiven eingenommen und geschätzt werden können. Zudem wollen wir Kooperationen mit Vereinen, Hochschulen und Initiativen stärken, um so unsere Demokratie an der Wurzel zu stärken.
Wir sehen eine umfassende Beratung und Unterstützung für Betroffene von Diskriminierung als essentiell an. Daher möchten wir Beratungsstellen ausbauen, an die sich Opfer von Rassimus, Antisemitsmus, Queerfeindlichkeit, Sexismus, Ableismus und weiteren Formen von Diskriminierung (analog zum “Demokratiezentrum Hessen”) wenden können. Wir wollen die finanzielle Förderung von Initiativen und Vereinen, die diskriminierungskritische Arbeit leisten, wie z. B. Bürgerbündnisse oder Selbstorganisationen von Migrant*innen sicherstellen. Wir wollen lokale Communities bei ihrer Arbeit unterstützen, um ihre Teilhabe und Sichtbarkeit in unserer Stadt zu fördern.
Um einer Benachteiligung auf dem Wohnungsmarkt entgegenzuwirken, machen wir uns für ein Monitoring gegen diskriminierende Vermietungspraktiken stark, dazu zählen beispielsweise verdeckte Ablehnungen bei queeren Paaren oder „ausländischen“ Namen. Auf dem Arbeitsmarkt wollen wir durch anonyme Bewerbungsverfahren in städtischen Einrichtungen Chancengleichheit gewährleisten, sowie Kontrollmechanismen gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz schaffen.
Der öffentliche- und Kulturbereich muss inklusiv gestaltet werden, deshalb werden wir Vereine, Clubs, Restaurants und Organisationen, die diskriminieren, nicht mit städtischen Fördergeldern unterstützen. Zudem wollen wir kulturelle Projekte wie z. B. Ausstellungen, Gedenkveranstaltungen, den CSD und weitere Festivals fördern, welche die Vielfalt Frankfurts sichtbar und erlebbar machen. Volt möchte auch Straßennamen und Denkmäler in Frankfurt kritisch überprüfen und gegebenenfalls umbenennen oder kontextualisieren. Wir machen uns stark für eine klare Positionierung der Stadt Frankfurt gegen alle Formen von Diskriminierung in Politik und Verwaltung, dies wollen wir durch öffentliche Bekenntnisse und zielgerichtete Kampagnen erreichen.
Wir setzen uns dafür ein, dass rechte Parteien und Hetze keine Bühne in städtischen Gremien haben. Wir wollen die Diversität in städtischen Institutionen durch Quoten, Mentoringprogramme und gezielte Förderung von Bewerbungen von marginalisierten Menschen erhöhen, um auch in der städtischen Verwaltung die Diversität und Facettenreichtum Frankfurts abzubilden. Die Einbeziehung aller Perspektiven verbessert die Arbeit der Verwaltung und städtischer Betriebe.
Wir wollen die geschlechtliche Gleichstellung in der Verwaltung erreichen und bewerben Netzwerke, die sich insbesondere auf Frauen* beziehen. Über geeignete Maßnahmen wie z. B. gender-sensible Bewertungen, gezielte Ansprache sowie Flexibilisierung von Karrierewegen wollen wir den Anteil von Frauen* auch in den Führungsebenen erhöhen.