Kinder- und Jugendförderung
Über 100.000 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 20 Jahren leben in Frankfurt. Besonders die psychische Gesundheit dieser Altersgruppe hat unter den großen Herausforderungen und Einschnitten der Covid-Pandemie sowie dem Klimawandel gelitten. Die Wartezeiten auf einen Therapieplatz sind lang und die übrigen Hilfesysteme sind chronisch überlastet. Selbst in Frankfurt existiert nicht in jedem Stadtteil ein Jugendhaus, in dem die Heranwachsenden soziale Kontakte pflegen, neue Freundschaften knüpfen oder Hilfe finden können.
Wir von Volt möchten, dass in jedem Stadtteil gut ausgestattete, also barrierefreie, Kinder- und Jugendhäuser mit ausreichend und angemessen ausgebildetem Personal den Heranwachsenden zur Verfügung stehen, damit diese ohne lange Wege für sie erreichbar sind – auch in den Abendstunden und am Wochenende.
Wir setzen uns dafür ein, dass Kinder, Jugendliche und Eltern den Zugang zu niedrigschwelligen Gesundheitsangeboten wie z. B. Sozialarbeiter*innen oder Mental Coaches in den Schulen und Kinder- bzw. Jugendhäuser erhalten. Dabei orientieren wir uns an den Erkenntnissen des Bundes-Modellprogramms „Mental Health Coaches“. Zudem machen wir uns dafür stark, dass mentale Gesundheit mit in den Lehrplan aufgenommen wird. Als ergänzende Maßnahme zum persönlichen Kontakt zu Vertrauenspersonen sehen wir großes Potential in der Bereitstellung von digitalen Angeboten zum Thema Gesundheit.
Wir wollen, dass öffentliche Plätze weiterhin mit einem Augenmerk auf Jugendliche ausgebaut werden. Menschen jeden Alters freuen sich über sanitäre Anlagen, Trinkwasserbrunnen, Sitzgelegenheiten und WLAN. Speziell für Jugendliche bietet ein Ausbau der Schulhöfe, sowie von Sportanlagen, zu offenen Quartiersplätzen, verbunden mit einer Öffnung während der Ferienzeit, eine Alternative zu Einkaufszentren und Einkaufsstraßen.
Volt setzt sich für eine bessere finanzielle und strukturelle Unterstützung der Kommunalen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe ein. Sie leisten einen wertvollen Beitrag durch vielfältige Angebote, die flexibel auf die Bedürfnisse junger Menschen reagieren, kulturelle Vielfalt fördern und politische Mitbestimmung ermöglichen.
In jeder Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendhilfe sollten mindestens zwei Vollzeitäquivalente an Fachpersonal vorhanden sein, um nicht nur den Arbeitsaufwand, sondern auch die emotionale und psychische Last zu teilen und nachhaltige Arbeitsverhältnisse zu ermöglichen. Bei der Verteilung von finanziellen Mitteln und Einrichtung weiterer Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie konsumfreier Räume wollen wir, dass sich an den Lebenslagenkarten, die im Auftrag der Stadt Frankfurt erstellt wurden, orientiert wird.
Lebenslagenkarte
„Um die vielfältigen Dimensionen von Armut und die sozialräumlichen Unterschiede in Frankfurt am Main sichtbar zu machen, wurden gemeinsam mit dem Stadtplanungsbüro urbanista sogenannte Lebenslagenkarten erstellt.“
Jugend- und Sozialamt Frankfurt