Sauberkeit und Müll
Frankfurt hat in den letzten Jahren zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Stadtsauberkeit auf den Weg gebracht und viele neue Ideen entwickelt.
Volt unterstützt diese Maßnahmen und Ideen und setzt sich weiterhin für deren Umsetzung und Weiterentwicklung für ein sauberes und lebenswertes Frankfurt ein. Die „Stabsstelle Sauberes Frankfurt“ der Stadt Frankfurt bleibt dabei eine zentrale Koordinierungs- und Ansprechstelle.
Zu den bereits bestehenden Maßnahmen zählen u.a. die geplante Zertifizierung als “Zero Waste City”, welche unter anderem durch die Förderung von Projekten zur Müllreduzierung durch das “Zero Waste Lab” erreicht werden soll. Volt unterstützt darüber hinausgehend die Konzepte „Reinigung aus einer Hand“ und „Stadtsauberkeit Plus“, die insbesondere an Hotspot-Orten für Sauberkeit sorgen sollen. Ergänzt wird dies durch diverse Projekte der Kampagne “#cleanffm”, sowie regelmäßig stattfindende Clean-Up-Days, an denen sich alle Bürger*innen beteiligen können.
Wir wollen eine kommunale Verpackungssteuer einführen und die dadurch erzielten Einnahmen für die Beseitigung von Müll und Verunreinigungen, sowie die Förderung von ergänzenden Umweltmaßnahmen und Food-Waste-Initiativen nutzen. Wir machen uns stark für den Ausbau von Abfallcontainern an Hotspots. Insbesondere in den Sommermonaten sollen mehr Kapazitäten bereitgestellt werden. Durch mehr Hundekot-Beutelspender, sowie leicht verständliche, digitale Informationsangebote zu Themen Sauberkeit und Müll (z. B. mittels QR-Codes an Abfalleimern) wollen wir unsachgemäßer Müllentsorgung entgegentreten.
Wir setzen uns für eine konsequente Verhängung von Bußgeldern sowie den Einsatz von “Waste-Watchern” oder Mülldetektiven zur Aufklärung und Ahndung von Müllvergehen und illegaler Müllentsorgung ein.
Durch den Einsatz von Outdoorsaugern für die Entfernung von Kleinmüll und Zigarettenkippen in der Stadt und Grünflächen wollen wir eine effiziente Müllentsorgung gewährleisten. Des Weiteren wollen wir durch smarte Füllstandssensoren an Abfalleimern und an Kehrfahrzeugen angebrachten Kameras, KI-gestützte Vermüllungs- Erkennung nutzen, um die Müllentsorgung effizient, ressourcenschonend und nachhaltig umzusetzen. Wir werden die “#cleanffm”-Projekte ausbauen und weiterentwickeln. Außerdem planen wir, die Angebote und Informationen zum Thema Sauberkeit und Müllentsorgung niedrigschwellig für alle Bürger*innen zugänglich zu machen. Volt unterstützt Gamification-Formate wie die „FES-Abfalljagd“ und möchte diese weiterentwickeln. Bürgernahe Mitmach-Möglichkeiten sind für uns der richtige Weg, auch wollen wir die Förderung von Sauberkeits-Botschafternin allen Stadtteilen etablieren.
Frankfurt ist bunt und soll es bleiben, deshalb möchten wir die legalen Street-Art-Flächen erweitern. Die Lichtverschmutzung in der Stadt soll durch intelligente und moderne Technik, wie z. B. automatische dimmbare Beleuchtung reduziert werden.
Nur wenn bestehende und neue Maßnahmen auch konsequent umgesetzt und ausgeweitet werden, kann Frankfurt am Main das Ziel einer “Zero-Waste-City” erreichen. Hierbei ist die aktive Beteiligung der Bürger*innen entscheidend für den Erfolg.
Zero Waste Europe
Zero Waste Europe ist ein europäisches Netzwerk aus Gemeinschaften, Expert*innen und Change Agents. Gemeinsam arbeiten sie an einem besseren Einsatz unserer Ressourcen und an der Vermeidung von Abfall. Das hier entstandene Zero Waste Cities-Programm soll Gemeinden dabei unterstützen, lokale Projekte auf die Beine zu stellen, die zu Müllvermeidung und zu einer circular economy führen, die den gesamten Lebenszyklus eines Produkts betrachtet und an jeder Stelle vermeidet, Müll zu verursachen.
Best Practice: Schweizer Sauberkeit
Die Stadt Zürich überzeugt durch ein stringentes Konzept zur Sauberkeit im öffentlichen Raum: Durch klare Abfallregelungen, konsequente Ahndung von allen Verstös sen und dem Einsatz eines engagierten Meldesystems, wird die Sauberkeit im Stadtbild verbessert. So wurden allein 2023 Bußgelder in Höhe von rund 61 Mio. CHF verhängt. Das entspricht zum aktuellen Kurs mehr als 65 Mio. €.