Welche Ziele hat Volt? / Verantwortung nach innen und außen

Klimaschonender Strom

Wir unterstützen den Grundsatzbeschluss der Stadt Frankfurt zur Klimaneutralität bis spätestens 2035. Gleichzeitig steigt durch Digitalisierung, Rechenzentren und neue Technologien – etwa Künstliche Intelligenz – der Energiebedarf stark an. Daher ist für ein funktionierendes Frankfurt, der zügige Ausbau erneuerbarer Energien sowie ein effizienter Umbau der Energieinfrastruktur unerlässlich.

Aktuell sind nur ca. 30 % der neu errichteten Dachflächen mit Photovoltaik ausgerüstet. Die Installation von Photovoltaikanlagen ist seit dem Jahr 2024 für Neubauten in Frankfurt verpflichtend. Doch vor allem auf Bestandsgebäuden besteht noch erhebliches Potential für die Nutzung von Sonnenenergie.

Wir wollen daher, dass das Frankfurter Förderprogramm “Klima Bonus” für private, genossenschaftliche und gewerbliche Projekte weiterhin gestärkt wird und Verfahren für Einspeisung, Netzanschluss und Genehmigungen vereinfacht werden. Mieter*innen sollen durch Balkonkraftwerke, “Energy Sharing” oder Mieterstrommodelle direkt profitieren.

Zudem wollen wir, dass endlich alle stadteigenen Dächer vollständig mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet werden und Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaften bei der Gründung und Umsetzung ihrer Projekte unterstütztwerden. Wir möchten die Akzeptanz von Grüner Energie fördern, dazu sollen bei der Errichtung von Solarparks oder Windkraftprojekten Bürger*innen oder die Stadt eine verbindliche Gewinnbeteiligung erhalten.

Wir setzen uns dafür ein, dass überschüssige Energie aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen in Batteriespeichern vorgehalten wird. Zudem sollen grüne Konzepte zur langfristigen Speicherung, wie z. B. “Power‑to‑Gas” auf Wasserstoffbasis, geprüft werden, um Leistungsspitzen oder saisonale Engpässe zu überbrücken und die Netzstabilität zu gewährleisten.Frankfurt ist ein zentraler Standort für Rechenzentren in Europa. Diese tragen wesentlich zum lokalen Strombedarf bei, der durch KI-Anwendungen weiter stetig zunimmt. Vor diesem Hintergrund setzt sich Volt dafür ein, dass Betreiber*innen von Rechenzentren sich dazu verpflichten, Strom ausschließlich aus erneuerbaren Quellen zu beziehen und sich aktiv messbar am Ausbau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten beteiligen – z. B. durch “Power Purchase Agreements” (PPA) oder Beteiligungen an regionalen Wind- und Solaranlagen. Der Ausstieg der Frankfurter Kraftwerke aus der Kohlekraft ist noch für 2026 geplant. Jedoch werden weiterhin fast alle Kraftwerke mit Erdgas betrieben.

Volt setzt sich daher dafür ein, dass der Ausbau von Solar- und Windenergie konsequent vorangetrieben wird und die Umstellung des neu errichteten gasbetriebenen Kraftwerks auf grünen Wasserstoff schnellstmöglich erfolgt. Wir möchten zudem, dass die Mainova AG die Dekarbonisierung ihrer Erzeugungskapazitäten mit einem klaren Fokus auf erneuerbare Energien vorantreibt, sowie die Klimaneutralität der städtischen Kraftwerke bis 2035 erreicht ist, damit Energie langfristig für die Frankfurter Bürger*innen bezahlbar bleibt.

Der Umbau der Energieinfrastruktur erfordert ein hohes Maß an behördlicher Koordination. Volt setzt sich dafür ein, eine zentrale Ansprechperson für Energieprojekte beim Klimareferat der Stadtverwaltung zu etablieren, um Genehmigungsprozesse im Bereich von Leitungstrassen, Tiefbau, Verkehrsrecht und Netzanschlüssen zu beschleunigen. Aufgaben dieser Energiewendekoordination sind außerdem die Verbesserung der Kommunikation zwischen städtischen Stellen, Energieversorgern und Projektträgern sowie die effiziente Begleitung der Priorisierungen im Sinne des Masterplan 100 % Klimaschutz.

Best Practice: CRoatian One-Stop-Shop (CROSS)

Die Stadt Zagreb hat 2023 mit der Unterstützung der Europäischen Union das ambitionierte Programm CRoation One-Stop-Shop (CROSS) zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude und zur Installation von Photovoltaik gestartet, mit Ziel, bis 2026 über 100 Gebäude zu sanieren und mehr als 20 MW PV‑Kapazität zu installieren. Durch geförderte Projekte werden umfassende Bestandserhebungen, Machbarkeitsstudien und innovative Finanzierungsmechanismen umgesetzt.

Die 5+1 Heraus­forderungen

Volt hat 5+1 grundlegende Herausforderungen definiert, die in jedem europäischen Land und in Europa als Ganzes in Angriff genommen werden müssen.

Warum 5 + 1 Herausforderungen?

Die 5 Herausforderungen sind im Grunde für jedes Land die gleichen, aber ihre Umsetzung kann auf nationaler Ebene angepasst werden, um den lokalen Gegebenheiten Rechnung zu tragen.

Die Herausforderung Nr. 1 - unser Vorschlag zur Reform und Stärkung der EU - ist in allen unseren nationalen Programmen identisch.

Programme und Positionen von Volt Deutschland
  • 01

    Ein intelligenter Staat

    Bildung und Digitalisierung sind Schlüsselelemente des 21. Jahrhunderts.

  • 02

    Wirtschaftliche Renaissance

    Eine innovative Wirtschaft ist der Motor für den Fortschritt der Gesellschaft.

  • 03

    Soziale Gleichberechtigung

    Niemand sollte zurückgelassen werden - ungeachtet von Geschlecht, Einkommen, Religion oder Herkunft.

  • 04

    Für globalen Ausgleich

    Europa muss seiner Verantwortung in der Welt zur Sicherung unserer gemeinsamen Zukunft gerecht werden.

  • 05

    Politisch aktive Bürgerschaft

    Die europäischen Bürger*innen müssen dazu in der Lage sein, fundierte politische Entscheidungen zu treffen, selbstständig über Wahlen hinaus Einfluss auf die Politik zu nehmen und ihre demokratischen Rechte auszuüben.

  • +1

    EU Reform

    Wir lieben die EU - das heißt aber nicht, dass es keinen Raum für Verbesserungen gibt.