Erinnerungskultur
Erinnerungskultur ist für uns von zentraler Bedeutung. Frankfurts Rolle in der deutschen Demokratie muss sichtbarer gemacht werden, ebenso wie die Grauen des Nationalsozialismus, um eine aktive, reflektierte Erinnerungskultur zu gewährleisten.
Wir wollen die Paulskirche und die damit verbundene Geschichte stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Wir setzen uns dafür ein, dass die geplante Sanierung moderne, interaktive Ausstellungen, sowie digitale Angebote, welche die Frankfurter Demokratiegeschichte mit der europäischen Gegenwart verbindet, für Bürger*innen und Besucher*innen erlebbar macht. Das geplante “Haus der Demokratie” soll zügig realisiert werden, zudem begrüßen wir die bisherige Transparenz und Bürger*innenbeteiligung des Projektes.
Gleichzeitig ist es unsere Verpflichtung, insbesondere in Zeiten von Populismus und Nationalismus, an die Verbrechen und Gräueltaten der Nationalsozialist*innen zu erinnern. Dazu wollen wir weiterhin die Institutionen und Initiativen, die die Verbrechen des Nationalsozialismus erforschen und insbesondere unter Berücksichtigung eines internationalen Publikums vermitteln, nicht nur weiterhin fördern, sondern diese Förderung weiter ausbauen. Dabei darf keine Opfergruppe der NS-Herrschaft vergessen werden.
Auch die Verstrickung Frankfurts in den Kolonialismus muss weiter erforscht und vermittelt werden. Wir unterstützen daher den kritischen Diskurs zum Thema, den das “Weltkulturen Museum” führt.