Volt-Vorsitzende und Volt-MEP Nela Riehl auf dem weltgrößten Gaming-Event
Videospiele sind Kultur, Wirtschaftsfaktor und Zukunftstechnologie.
Games als Zukunftsbranche stärken: Volt fordert verlässliche Rahmenbedingungen und eine international wettbewerbsfähige Förderung für mehr Entwicklung, Innovation und Wertschöpfung in Deutschland und Europa.
Games sind mehr als Unterhaltung: Die Branche verbindet Kultur und Kreativität mit Zukunftstechnologien, von KI und Simulation bis zu neuen Anwendungen in Bildung, Medizin und Demokratiebildung.
Europa muss vom Nutzer zum Gestalter werden: Volt will europäische Studios und Entwickler:innen stärken, digitale Souveränität vorantreiben und begrüßt das klare Bekenntnis der Games-Branche zu Vielfalt, Demokratie und einer offenen Gesellschaft.
Berlin/Köln, 28.08.2026 - Mit den Bundesvorsitzenden Alexandra Barsuhn und Tim Marton sowie der Europaabgeordneten und Vorsitzenden des Kulturausschusses des Europäischen Parlaments Nela Riehl war Volt hochrangig auf der diesjährigen gamescom in Köln vertreten. Bei Gesprächen mit Entwickler:innen, Studios und Branchenvertreter:innen informierten sich die Volt-Politiker:innen über die wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Potenziale der Games-Branche sowie über die Herausforderungen des Standorts Deutschland und Europa.
Deutschland gehört mit mehr als 40 Millionen Spieler:innen und einem Marktvolumen von fast 10 Milliarden Euro zu den größten Games-Märkten weltweit. Gleichzeitig stammt nur ein kleiner Teil der hier verkauften Spiele aus deutscher Produktion. Für Volt zeigt sich darin ein erheblicher politischer Handlungsbedarf: Die Games-Branche verbindet Kreativwirtschaft, technologische Innovation, digitale Souveränität und europäische Wettbewerbsfähigkeit.
Tim Marton, Bundesvorsitzender von Volt Deutschland, erklärt:
Deutschland ist einer der größten Games-Märkte der Welt, schöpft aber sein eigenes Potenzial bei Entwicklung und Wertschöpfung noch längst nicht aus. Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, eine international konkurrenzfähige Förderung und bessere Bedingungen für Start-ups und Studios. Wer über Europas technologische Souveränität spricht, darf die Games-Branche nicht übersehen.
Marton begrüßt zugleich die klare Haltung des Branchenverbands game für Demokratie und eine offene Gesellschaft. Dessen Geschäftsführer Felix Falk hatte am Eröffnungstag die AfD als Partner ausgeschlossen und für nicht willkommen erklärt.
Games leben von Kreativität, Vielfalt und davon, dass Menschen gemeinsam neue Welten erschaffen und dort interagieren. Deshalb ist es richtig und wichtig, wenn die Branche deutlich macht: Wer Demokratie und eine offene Gesellschaft bekämpft, kann für sie kein politischer Partner sein,
so Marton.
Alexandra Barsuhn, Bundesvorsitzende von Volt Deutschland, betont das Innovationspotenzial der Branche:
Games machen Lust auf Zukunft. Die Technologien, die hier entwickelt werden, reichen längst weit über Unterhaltung hinaus. Sie reichen von Innovationen in Bildung und Medizin, über Simulation und KI bis hin zu neuen Formen gesellschaftlicher Beteiligung. Die Politik sollte diese Innovationskraft ermöglichen, statt sie mit Unsicherheit und ständig wechselnden Rahmenbedingungen auszubremsen.
Aus Sicht von Volt muss die Förderung stärker darauf ausgerichtet werden, erfolgreiche Studios in Deutschland und Europa wachsen zu lassen. Dazu gehören verlässliche Förderbedingungen ebenso wie Fachkräftegewinnung, gute Arbeitsbedingungen und bessere Möglichkeiten für junge Unternehmen, sich zu international wettbewerbsfähigen Unternehmen weiterzuentwickeln. Ergänzend fordert Volt gezielte steuerliche Erleichterungen für die Games-Industrie, um den Entwicklungsstandort Deutschland international wettbewerbsfähiger zu machen und Investitionen sowie Wertschöpfung im Land zu halten.
Nela Riehl, Europaabgeordnete von Volt und Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung im Europäischen Parlament, erklärt:
Die Gamescom zeigt jedes Jahr aufs Neue: Games sind eine der prägendsten Kulturformen unserer Zeit - und ein geopolitisches Machtinstrument, das wir in Europa endlich ernst nehmen müssen. Die Übernahme von Electronic Arts durch Saudi-Arabiens Staatsfonds ist ein Weckruf. Wer Weltmarken wie EA kontrolliert, gewinnt Soft Power. Denn Games prägen ganze Generationen, und diese Generationen prägen wiederum unsere gesellschaftliche Kultur - die sich dann erneut in den Spielen widerspiegelt. Wenn Europa seinen Kultursektor und seine demokratischen Werte verteidigen will, dürfen wir dieses Feld nicht anderen überlassen. Wir brauchen eine europäische Gaming-Szene, die wir mutig fördern und schützen, als Teil unserer kulturellen Souveränität.
Dabei sieht Volt Games zugleich als gesellschaftlichen Raum. Computerspiele können politische Bildung unterstützen, Geschichte vermitteln, neue Formen des Lernens ermöglichen und Menschen miteinander verbinden. Projekte wie Serious Games und Gamification zeigen bereits heute, wie spielerische Ansätze beispielsweise in Bildung, Gesundheit oder Demokratieförderung eingesetzt werden können.
Für Volt ist die gamescom deshalb weit mehr als eine Unterhaltungsschau. Sie ist ein Treffpunkt einer Schlüsselbranche an der Schnittstelle von Kultur, Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft.
Wenn wir wollen, dass Europa im digitalen Zeitalter nicht nur Nutzer, sondern Gestalter ist, müssen wir die Games-Branche noch viel mehr als strategische Zukunftsindustrie begreifen,
so Marton.
Über Volt
Volt ist als pan-europäische politische Partei in mehr als 30 Ländern aktiv und setzt sich für ein vereintes, demokratisches und zukunftsfähiges Europa ein. Mit einer Politik, die auf Innovation, Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit basiert, setzt Volt auf konkrete Lösungen, die auf europäische Best-Practice-Beispiele zurückgreifen und auf nationale Gegebenheiten übertragen werden. Volt tritt für eine moderne, weltoffene Gesellschaft ein, in der die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam und ohne ideologische Blockaden angegangen werden. Mit zahlreichen Mandaten auf kommunaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene zählt Volt zu den am schnellsten wachsenden politischen Bewegungen Europas.
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Jörn Erdmann, Pressesprecher Volt Deutschland, [email protected].