Menschlich. Digital. Europäisch: Volt fordert Gesundheitsreform mit Weitblick
Anerkennung für Praxismut: Volt dankt der Aktivistin „Dr. Bea Kinderärztin“ für ihren Einsatz und den Mut, die Not der Kinder- und Jugendmedizin vor einem Millionenpublikum offen anzusprechen.
Aufruf zur Demonstration: Volt unterstützt die Anliegen der Mediziner:innen und ruft zur Teilnahme an der großen Kundgebung am kommenden Samstag in Berlin auf.
Europäische Vorbilder nutzen: Volt fordert das Ende reiner DRG-Ökonomisierung in der Pädiatrie und konsequenten Bürokratieabbau.
Berlin, 03.09.2026 - Der offene Schlagabtausch zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und der Kinderärztin Dr. Bea Merscher hat die drängenden Versorgungsengpässe im deutschen Gesundheitssystem auf die bundespolitische Tagesordnung gesetzt. Volt Deutschland lobt den Einsatz der Medizinerin ausdrücklich und nimmt die Debatte zum Anlass, zur Unterstützung der Proteste von Ärzt:innen und Pflegekräften am kommenden Samstag in Berlin aufzurufen.
Was Dr. Bea Merscher im RTL-Bürgerdialog gezeigt hat, verdient tiefen Respekt und Anerkennung. Es gehört Mut dazu, der Regierungsspitze die ungeschminkte Realität aus überlasteten Praxen und Kinderkliniken ins Gesicht zu sagen,
erklärt Dr. Katharina Brinck, Präsidiumsmitglied von Volt Deutschland.
Sie spricht stellvertretend für Tausende Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte, die täglich versuchen, ein überbürokratisiertes System aufzufangen. Ihre Wut und Sorge um die Versorgung unserer Kinder ist vollkommen berechtigt. Wir als Volt stellen uns voll und ganz hinter diese Kritik aus der Praxis.
Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration am Samstag in Berlin
Um den berechtigten Anliegen der im Gesundheitssystem tätigen Menschen Nachdruck zu verleihen, unterstützt Volt die Kundgebung im Berliner Regierungsviertel am Samstag. Volt ruft Bürgerinnen und Bürger sowie Beschäftigte des Gesundheitswesens dazu auf, sich den Protesten anzuschließen.
Der Druck aus der Praxis muss aufrechterhalten bleiben. Wenn die Politik bei den Praxen spart und Vorhaltepauschalen für Kinderstationen verschleppt, steht die Versorgung auf dem Spiel“, so Dr. Brinck weiter. „Wir gehen am Samstag auf die Straße, um den Beschäftigten im Gesundheitswesen den Rücken zu stärken. Wir wollen aber auch zeigen: Es gibt Lösungen, wenn wir den Mut haben, das System neu zu denken.
Konstruktiver Systemwechsel nach europäischem Vorbild
Volt unterstreicht, dass die Notlage der Pädiatrie und die Überlastung der Praxen strukturelle Ursachen haben, die durch bloßes Verwalten nicht behoben werden können. Die europäische Partei fordert daher:
Echte Entlastung der Kinderheilkunde: Die Kinder- und Jugendmedizin muss vollständig aus der reinen Fallpauschalen-Logik (DRG) herausgelöst und über verlässliche, auskömmliche Vorhaltepauschalen finanziert werden.
Digitalisierung statt Zettelwirtschaft: Nach dem Vorbild Dänemarks müssen Verwaltungsprozesse drastisch digitalisiert werden, damit Mediziner:innen wieder Zeit für Patient:innen haben. Bewährte digitale Entlastungstools wie die telefonische Krankschreibung (Telefon-AU) dürfen nicht weiter infrage gestellt werden.
Praxisnahe Reformen: Eine Gesundheitsreform darf nicht als rein haushalterische Sparübung verstanden werden, sondern muss die Versorgungsqualität und die Arbeitsbedingungen vor Ort verbessern.
Über Volt
Volt ist als pan-europäische politische Partei in mehr als 30 Ländern aktiv und setzt sich für ein vereintes, demokratisches und zukunftsfähiges Europa ein. Mit einer Politik, die auf Innovation, Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit basiert, setzt Volt auf konkrete Lösungen, die auf europäische Best-Practice-Beispiele zurückgreifen und auf nationale Gegebenheiten übertragen werden. Volt tritt für eine moderne, weltoffene Gesellschaft ein, in der die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam und ohne ideologische Blockaden angegangen werden. Mit zahlreichen Mandaten auf kommunaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene zählt Volt zu den am schnellsten wachsenden politischen Bewegungen Europas.
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Jörn Erdmann, Pressesprecher Volt Deutschland, [email protected].