Keine AfD-Alleinregierung in Sachsen-Anhalt: Jetzt trägt die CDU Verantwortung

Dass die AfD keine absolute Mehrheit erreicht, ist eine wichtige Nachricht, aber kein Grund zur Entwarnung.

Die CDU muss jetzt eine stabile demokratische Regierung ermöglichen und jede Annäherung an die AfD ausschließen.

Taktisches Wählen hat diesen Wahlkampf geprägt. Langfristig braucht Demokratie jedoch Stimmen aus Überzeugung statt aus Angst.

6. Sep 2026

Magdeburg/Berlin, 06.09.2026 - Die AfD hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit verfehlt. Damit kann sie das Land nicht allein regieren. Für Volt ist das eine wichtige Nachricht. Das starke Ergebnis der AfD zeigt zugleich, wie groß die politische Herausforderung bleibt.

Dass eine AfD-Alleinregierung nicht zustande kommt, ist eine Erleichterung. Aber Erleichterung ist noch kein politisches Programm“, erklärt Tim Marton, Bundesvorsitzender von Volt. „Jetzt liegt die Verantwortung vor allem bei der CDU. Sie muss beweisen, dass demokratische Parteien auch unter schwierigen Mehrheitsverhältnissen handlungsfähig sind.

Volt erwartet von der CDU eine klare Abgrenzung zur AfD. Eine schwierige Regierungsbildung dürfe weder zum Vorwand für eine Zusammenarbeit mit der extremen Rechten noch für die Übernahme ihrer politischen Positionen werden.

Im Wahlkampf hatte die Organisation Campact Wähler:innen ausdrücklich dazu aufgerufen, mit ihrer Zweitstimme SPD oder Grüne zu unterstützen und kleinere Parteien wie Volt nicht zu wählen. Sollte dieses Kalkül zur Verhinderung einer AfD-Mehrheit beigetragen haben, ist das gemessen am erklärten Ziel der Kampagne zunächst ein Erfolg. Die grundsätzliche Entwicklung hält Volt dennoch für problematisch.

Wenn Menschen nicht mehr danach wählen sollen, wovon sie überzeugt sind, sondern danach, welche taktische Rechnung gerade aufgeht, hat unsere Demokratie ein strukturelles Problem“, so die Volt-Bundesvorsitzende Alexandra Barsuhn. „Wir brauchen endlich mehr politischen Wettbewerb und mehr Vertrauen in demokratische Alternativen.

Beim ersten Antritt bei Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt erreicht Volt 0,3 Prozent. 

Lucas Kemmesies, Spitzenkandidat von Volt Sachsen-Anhalt, erklärt: „Wir haben in diesem Wahlkampf enorm viel Sichtbarkeit für Volt geschaffen – und das unter denkbar schwierigen Bedingungen. Die Debatte um taktisches Wählen hat kleinere Parteien stark unter Druck gesetzt. Umso mehr freuen wir uns über jede Stimme, die wir aus Überzeugung bekommen haben.

Volt will auf der gewachsenen Bekanntheit aufbauen und seine politische Arbeit in Sachsen-Anhalt konsequent fortsetzen.

Über Volt

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