Am 5. Jahrestag der Flut im Ahrtal erinnert Volt Deutschland an die Opfer der Klimakrise und fordert entschlossenes Handeln

> Mehr als 5.000 hitzebedingte Todesfälle bis Ende Juni zeigen den dringenden Handlungsbedarf bei der Klimaanpassung.

> Fünf Jahre nach der verheerenden Flut im Ahrtal fordert Volt mehr Investitionen in Vorsorge und Katastrophenschutz.

> Konsequenter Klimaschutz stärkt zugleich die Wettbewerbsfähigkeit und schützt vor steigenden Folgekosten.

14. Jul 2026
Potraitfoto von Isabel Arens

Berlin, 14.07.2026 - Am morgigen Europäischen Gedenktag für die Opfer der globalen Klimakrise erinnert Volt Deutschland an die Menschen, die durch die Folgen der Erderwärmung ihr Leben verloren haben. Die Partei fordert, Klimaschutz und Klimaanpassung entschlossen voranzutreiben, insbesondere mit Blick auf Hitze, Starkregen und Wasserknappheit.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) kostete die außergewöhnliche Hitzewelle bis Ende Juni 2026 rund 5.100 Menschen in Deutschland das Leben. Allein in der letzten Juniwoche wurden etwa 4.300 hitzebedingte Todesfälle geschätzt. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge sowie Menschen mit Vorerkrankungen. Gleichzeitig zeigt sich bei den zunehmenden Extremtemperaturen, dass viele Städte und Kommunen auf diese Entwicklung noch immer nicht ausreichend vorbereitet sind.

Der 15. Juli erinnert zugleich an die Flutkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021. In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli verloren allein im Kreis Ahrweiler 135 Menschen ihr Leben. Die Ereignisse stehen bis heute sinnbildlich für die verheerenden Folgen von Extremwetter und die Bedeutung eines funktionierenden Katastrophenschutzes.

Seitdem wurden Warnsysteme und Katastrophenschutz verbessert. Für viele Betroffene bleibt jedoch bislang das Gefühl aus, dass Verantwortung und Aufarbeitung ausreichend erfolgt sind. Sie fühlen sich allein gelassen. Gleichzeitig aber bleibt die außergewöhnliche SolidarAHRität der Helferinnen und Helfer sowie der Menschen vor Ort als Zeichen der Hoffnung in Erinnerung.

Fünf Jahre nach der Flut sieht Volt weiterhin erheblichen Nachholbedarf bei der Klimaanpassung. Nach Angaben des SWR fehlen weiterhin zahlreiche ortsübergreifende Wasserrückhaltebecken, die im Ernstfall erhebliche Wassermengen zurückhalten und Schäden deutlich reduzieren können.

Die Flutkatastrophe im Ahrtal verursachte nach Angaben von Munich Re wirtschaftliche Schäden in Höhe von rund 33 Milliarden Euro und zählt zu den teuersten Naturkatastrophen der deutschen Geschichte. Die geplanten Rückhaltemaßnahmen würden nach heutigen Schätzungen Investitionen von rund 1,7 bis 2 Milliarden Euro erfordern. Das Beispiel des Ahrtals zeigt, dass Investitionen in Klimaanpassung nicht nur Menschenleben schützen, sondern sich auch volkswirtschaftlich auszahlen können.  

Es ist Zeit, konsequent in die Anpassung an den Klimawandel zu investieren. Jeder Euro, den wir heute in Vorsorge investieren, spart morgen ein Vielfaches an menschlichem Leid und volkswirtschaftlichen Schäden,

erklärt Isabel Arens, die bei der letzten Bundestagswahl für Volt im Wahlkreis 197 (Ahrweiler) antrat und sich intensiv mit den Ursachen und Folgen der Katastrophe auseinandergesetzt hat.

Neben der Anpassung bleibt die konsequente Senkung der Treibhausgasemissionen entscheidend, um die Klimakrise nicht weiter zu verschärfen. Statt milliardenschwere Ausgleichszahlungen wegen verfehlter Klimaziele zu riskieren, sollte die Bundesregierung konsequent in erneuerbare Energien, Energiespeicher, Wärmepumpen und die energetische Sanierung von Gebäuden investieren.

Gleichzeitig werden fossile Heizungen und Verbrennungsmotoren mit steigenden CO₂-Kosten zunehmend zur finanziellen Belastung für Verbraucherinnen und Verbraucher. Wer heute weiter auf fossile Energien setzt, gefährdet nicht nur das Klima, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Die Zukunft liegt in einer klimaneutralen, elektrifizierten Wirtschaft.

Die Europäische Union hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden. Volt setzt sich für eine noch schnellere Transformation ein und unterstützt das Ziel eines klimaneutralen Europas bis 2040.

Isabel Arens resümiert:

Jedes Opfer der Klimakrise ist eines zu viel. Klimaanpassung schützt uns vor den Folgen des Klimawandels. Klimaschutz sorgt dafür, dass diese Folgen nicht immer schlimmer werden. Beides gehört zusammen und ist eine generationsübergreifende Aufgabe. Sie schützt Menschenleben, Gesundheit und unseren Wohlstand.

Über Volt

Volt ist als pan-europäische politische Partei in mehr als 30 Ländern aktiv und setzt sich für ein vereintes, demokratisches und zukunftsfähiges Europa ein. Mit einer Politik, die auf Innovation, Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit basiert, setzt Volt auf konkrete Lösungen, die auf europäische Best-Practice-Beispiele zurückgreifen und auf nationale Gegebenheiten übertragen werden. Volt tritt für eine moderne, weltoffene Gesellschaft ein, in der die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam und ohne ideologische Blockaden angegangen werden. Mit zahlreichen Mandaten auf kommunaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene zählt Volt zu den am schnellsten wachsenden politischen Bewegungen Europas.

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Jörn Erdmann, Presseteam Volt Deutschland, [email protected]