Verantwortung für Frankfurt
Gemeinsame Presseerklärung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Frankfurt am Main und Volt Frankfurt am Main
Frankfurt am Main, 21.04.2026 - Nach den öffentlichen Aussagen von CDU und SPD, die erneut eine Koalition ausrufen, ohne dass alle Partner*innen dieser Koalition schon zugestimmt haben, gilt es für GRÜNE und Volt, mit einer positiven Vision für die Stadt und ihre Zukunft Verantwortung für Frankfurt zu übernehmen - mit Stabilität, Transparenz und Verlässlichkeit.
Im Rahmen der andauernden Gespräche zur Bildung einer Koalition für Frankfurt in den kommenden Jahren haben die Sondierungsgruppen von GRÜNEN und Volt in den vergangenen Tagen und Wochen viele Gespräche in unterschiedlichen Konstellationen geführt.
Diese Gespräche waren vom Bewusstsein der aus dem Wahlergebnis erwachsenden Verantwortung gegenüber den jeweiligen Wähler*innen, der gesamten Stadtbevölkerung sowie den städtischen Institutionen geprägt.
Bei diesen Gesprächen hat sich immer wieder gezeigt, dass insbesondere zwischen den GRÜNEN und Volt nicht nur große inhaltliche Übereinstimmung, sondern insbesondere auch eine gemeinsame Haltung dazu existiert, wie Kommunalpolitik gelebt werden muss: Pragmatisch, und mit einem guten Blick für Veränderungsbedarfe und Veränderungspotenziale, aber auch für die Möglichkeiten und die Grenzen einer Kommune.
Die Gespräche zwischen GRÜNEN und Volt wurden nach dem Ende der Sondierung zum Bündnis aus CDU, SPD, Volt und FDP intensiviert. Die Vertreter*innen von GRÜNEN und Volt sind dabei zum Ergebnis gekommen, dass in der aktuellen Lage und im Respekt vor dem Wahlergebnis GRÜNE und Volt gemeinsam - trotz ihrer unterschiedlichen Identitäten und als eigenständige Parteien und Fraktionen - proaktiv und pragmatisch daran mitwirken wollen, eine Stadtregierung zu bilden, die die Chancen Frankfurts stärkt, die alle Frankfurter*innen inhaltlich mitnimmt und eine soziale und ökologische Politik für unsere europäische und internationale Stadt umsetzen kann.
Grundlage des Vertrauens der Frankfurter*innen in die Demokratie ist eine umsetzungsstarke Politik. Dafür braucht eine erfolgreiche Koalition neben inhaltlichen Überschneidungen vor allem eine gemeinsame Haltung zur Zusammenarbeit. Hier konnten Volt und GRÜNE in der vergangenen Wahlperiode ihren pragmatischen Ansatz unter Beweis stellen und wir möchten diese Arbeit in einer neuen Koalition fortsetzen (Chris Pfaff, Local Lead von Volt Frankfurt und Tiara Mengel, Fraktionsvorsitzende von Volt im Römer und Teil der Sondierungsgruppe)
Frankfurt verdient eine verlässliche Stadtregierung, die gut zusammenarbeitet. Dafür setzen wir uns gemeinsam mit Volt ein. Es ist wichtig, dass auch die anderen Parteien an den Verhandlungstisch zurückkehren, damit aus den bestehenden Optionen die beste Lösung für Frankfurt entsteht” (Tara Moradi und Burkhard Schwetje, Sprecher*innen der GRÜNEN Frankfurt)
Wir sind bereit und in der Lage, in einer neuen Koalition gemeinsam verlässlich Verantwortung zu übernehmen. Wir suchen für die Bildung einer stabilen Koalition nach wie vor Gespräche im vertraulichen Rahmen und auf Augenhöhe. Wir werden uns proaktiv darum kümmern, dass zielführende Gespräche stattfinden.
Wir respektieren dabei die Tatsache, dass die CDU als stärkste Kraft aus der Wahl hervorgegangen ist und die größte Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung stellen wird.
Wir glauben: Frankfurt braucht in der aktuellen krisenbelasteten Weltlage Stabilität, Kompetenz und pragmatische Politik, die sich Veränderungen nicht verweigert, weder durch Ideologie noch durch unrealistische Versprechungen.
Fünf Wochen nach der Kommunalwahl und angesichts von aufkommenden Krisenzeiten denken wir, dass wir als demokratische Parteien jetzt die Situation zu einer Lösung bringen müssen, die die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt und die Lebensqualität der Frankfurter*innen auch in schwierigen Zeiten schützt. .
Frankfurt braucht eine Koalition, die mit den knappen Ressourcen der Stadt verantwortungsvoll umgeht und dabei die Verteilungsgerechtigkeit nicht aus den Augen verliert. Kommunalpolitik muss Projekte konkret umsetzen und mit der Verwaltung engagiert zusammenarbeiten, um Beschlüsse zu verwirklichen. Auch dies sind Kriterien, nach denen wir gemeinsam Koalitionsoptionen beurteilen werden.
Wir werden gemeinsam Teil eines Bündnisses sein, das diesen Anforderungen gerecht wird.