Volt im Bonner Stadtrat fordert Dialog und sichtbare Solidarität mit der Ukraine
Bonn, 11.10.2026 - Die angekündigten Auftritte von Anna Netrebko an der Bonner Oper sind Anlass für eine Debatte über Kunstfreiheit und gesellschaftliche Verantwortung. Volt fordert Stadt und Intendanz auf, die Kontroverse im Gespräch mit der ukrainischen Stadtgesellschaft aufzugreifen und ein klares Zeichen der Solidarität mit der Ukraine und Bonns Partnerstadt Cherson zu setzen.
Entscheidend ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den Fragen und Verletzungen, die Netrebkos frühere Nähe zu Putin bei Menschen aus der Ukraine auslösen kann. Künstlerische Freiheit und die Solidarität mit den Betroffenen des russischen Angriffskriegs dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
„Wir wollen weder Künstler*innen pauschal verurteilen noch die Perspektive der Menschen aus der Ukraine übergehen. Bonn muss deutlich machen: Unsere Solidarität mit der Ukraine bleibt unmissverständlich – auch im kulturellen Leben unserer Stadt. Das zeigt auch unsere Partnerschaft mit Cherson.“, sagt Uwe Feddern, Sprecher von Volt im Bonner Stadtrat.
Volt fordert Stadt und Oper auf, ukrainische Initiativen frühzeitig einzubeziehen und gemeinsam konkrete Angebote rund um die Vorstellungen zu entwickeln. Dazu können Gespräche, Informationen zur Situation in Cherson und eine Spendenaktion für humanitäre Hilfe gehören.
„Solidarität darf nicht bei einem Bekenntnis stehen bleiben. Wir wünschen uns einen offenen Dialog und konkrete Unterstützung“, so Feddern.