Bonner Bühnen: Neue Variante F wird ergebnisoffen geprüft – Volt setzt transparenteren Kostenvergleich durch
Bonn, 07.10.2026 - Der Kulturausschuss hat gestern beschlossen, neben den bisherigen Varianten A bis E eine neue Variante F für die Zukunft der Bonner Bühnen prüfen zu lassen. Der Antrag von CDU, SPD und FDP sowie der ergänzende Änderungsantrag von Volt wurden angenommen.
Variante F greift mehrere Punkte auf, die auch für Volt wichtig sind: den Erhalt der bisherigen Standorte von Oper und Schauspiel, die Weiterverwendung vorhandener Bausubstanz, einen möglichst kostenarmen Übergang ohne großes Interimsgebäude sowie die Ausweitung der bisherigen Oper zu einem modernen Musiktheater, welches auch bei den jüngeren Generationen Interesse findet.
„Damit daraus mehr als eine Idee wird, müssen die tatsächlichen Kosten und kulturellen Auswirkungen von Anfang an einbezogen und verglichen werden." erklärt Uwe Feddern, Mitglied der Volt-Gruppe im Rat der Stadt Bonn.
Volt hat deshalb zwei Ergänzungen eingebracht, die ebenfalls beschlossen wurden:
Erstens: Für alle Varianten soll ein vollständiger und vergleichbarer Kosten- und Wirtschaftlichkeitsvergleich erstellt werden. Neben den Baukosten müssen unter anderem Baupreissteigerungen, Interim, Umzüge, Betrieb, Instandhaltung, Finanzierung, Leerstand, Nachnutzung, Einnahmen und Betriebskostenzuschüsse berücksichtigt werden.
Zweitens: Die Prüfung soll ein Kultur- und Nachnutzungskonzept umfassen. Dabei müssen die kulturelle Präsenz in der Innenstadt und in Bad Godesberg, die Einbindung der freien Szene und die Entwicklung aller Stadtteile betrachtet werden.
„Die Entscheidung über die Bonner Bühnen ist keine reine Immobilienentscheidung. Die kulturellen Folgen müssen genauso transparent werden wie die finanziellen.“, so Feddern.
Eine endgültige Entscheidung darf nicht ohne die Stadtgesellschaft getroffen werden. Deshalb braucht es jetzt die von Volt angestoßene und von der Verwaltung angekündigte Beteiligung der Bonner*innen.*
Volt wird diesen Prozess weiterhin konstruktiv und kritisch begleiten.
Link zum Volt Ergänzungsantrag
*Volt hatte dafür mit dem Antrag zum Bürger*innenrat ein losbasiertes Beteiligungsformat vorgeschlagen, damit nicht nur die lautesten Stimmen gehört werden, sondern eine vielfältige Gruppe von Bonner Bürger*innen informiert beraten und Empfehlungen erarbeiten kann. Im Ausschuss wurde dieser Ansatz parteiübergreifend und von der Verwaltung positiv aufgenommen. Bürger*innenbeteiligung und hierbei auch losbasierte Formate (Planungszellen) sollen im weiteren Verfahren eine zentrale Rolle spielen.