Nach Brand im Lager von Hilfsgütern für die Ukraine: Solidarität braucht konkrete Unterstützung
Volt Frankfurt ruft zur Unterstützung von „Frankfurt for Ukraine“ auf – neue Lagerflächen dringend gesucht
Frankfurt am Main, 12.10.2026. In der Nacht auf Freitag, den 9. Oktober, brannte ein als Hilfsgüterlager genutztes Nebengebäude der Viktor-Frankl-Schule im Stadtteil Dornbusch. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Volt Frankfurt dankt der Feuerwehr, dem THW und allen weiteren beteiligten Einsatzkräften für die aufwendige Brandbekämpfung und die Bergung noch nutzbarer Hilfsgüter. Ein Großteil der dort gelagerten Sachspenden des Vereins „Frankfurt for Ukraine“, die für bevorstehende Hilfstransporte bestimmt waren, wurde jedoch zerstört. Darunter waren auch medizinische Hilfsmittel und Ausrüstung für Rettungskräfte, die Menschen im Kriegsgebiet unterstützen sollten. Volt Frankfurt ist bestürzt über die Zerstörung der Hilfsgüter und ruft dazu auf, den Verein bei der Fortsetzung seiner Arbeit zu unterstützen.
Die Kriminalpolizei geht nach bisherigen Erkenntnissen von Brandstiftung aus. Der Staatsschutz ist in die Ermittlungen eingebunden. Ob die Tat politisch motiviert war, ist bislang ungeklärt. Volt Frankfurt erwartet eine zügige und gründliche Aufklärung der Brandursachen und ihrer Hintergründe.
Unabhängig vom Ausgang der Ermittlungen muss die humanitäre Hilfe weitergehen. Die Ukraine verteidigt gegen den russischen Angriffskrieg nicht nur ihre Freiheit und das Recht, über ihre Zukunft selbst zu bestimmen, sondern zugleich auch eine europäische Friedensordnung, in der Grenzen nicht mit Gewalt verschoben werden dürfen. Die Menschen in der Ukraine verdienen auch deshalb unsere anhaltende Unterstützung und Solidarität. Wenn diese Unterstützung für die Ukraine in öffentlichen Debatten infrage gestellt wird, kann das Menschen verunsichern, die selbst vom Krieg betroffen sind oder um Angehörige fürchten. Umso wichtiger ist es, dass die Politik ihre Sorgen ernst nimmt, die Ukraine im Blick behält und Unterstützung verlässlich fortführt. Gerade angesichts der deutschen Geschichte tragen wir besondere Verantwortung dafür, Frieden, Menschenrechte und das Völkerrecht zu schützen.
Angesichts des bevorstehenden Winters werden die Hilfsgüter dringend benötigt. Volt Frankfurt begrüßt die zugesagte Unterstützung aus dem Magistrat, denn entscheidend ist jetzt, dass der Verein „Frankfurt for Ukraine“ wieder über nutzbare Lagerflächen verfügt und seine Hilfstransporte fortsetzen kann. Bei der Auswahl müssen auch der Schutz der Ehrenamtlichen und die Sicherheit der gelagerten Hilfsgüter berücksichtigt werden. Frankfurt muss seine Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und mit seiner Partnerstadt Lviv durch verlässliche Unterstützung bekräftigen.
Europäische Solidarität wird auch von Menschen getragen, die hier in Frankfurt Hilfsgüter sammeln und Transporte organisieren. Dieses Engagement braucht jetzt Rückhalt. Unsere Städtepartnerschaft mit Lviv ist ein Versprechen, füreinander einzustehen. Diesen Anspruch müssen wir auch gegenüber den Menschen einlösen, die hier Hilfe für die Ukraine ermöglichen,
erklärt Tiara Mengel, Fraktionsvorsitzende und sicherheitspolitische Sprecherin der Frankfurter Volt-Fraktion.
Volt Frankfurt bittet Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen, die geeignete Lagerflächen zur Verfügung stellen können, sich direkt an „Frankfurt for Ukraine“ zu wenden. Angebote können über die Kontaktseite des Vereins übermittelt werden. Der Verein bittet aktuell ausdrücklich darum, vorerst von Sachspenden abzusehen, da die notwendigen Lagerflächen fehlen. Wer den Verein und seine humanitäre Arbeit unterstützen möchte, kann dies mit einer Geldspende tun:
Frankfurt for Ukraine e. V., IBAN: DE12 8306 5408 0007 0335 91, BIC: GENODEF1SLR.
Fotocredit: Foto von Nandha Kumar auf Unsplash