Aufruf der Gen Z zum bundesweiten Protest ernst nehmen
Volt findet: Wenn eine Generation zum Protest aufruft, sollte die Politik zuhören, statt nur Kritik zu üben und Demos vorzuverurteilen.
Frankfurt am Main, 27.10.2026. Unter dem Namen “Gen Z regelt” wird aktuell zum bundesweiten Protest der Generation Z am 31. Oktober 2026 aufgerufen. Das zentrale Anliegen der Organisatior*innen: “Wir sind junge Menschen, die nicht länger zusehen wollen, wie über unsere Zukunft entschieden wird, ohne dass wir gehört werden.” Volt Frankfurt bedauert, dass die ersten Reaktionen aus der Landespolitik Vergleiche mit den Unruhen in Frankreich und die Ankündigung starker Polizeipräsenz waren.
Die Antwort auf diesen Protestaufruf darf nicht sein, dass die jungen Menschen pauschal stigmatisiert werden. Die Politik hat den Auftrag, die Zukunft der Jugend zu sichern und dafür müssen wir ihr zuhören und ihr Mitgestaltungsmöglichkeiten bieten - das gilt genauso für die Landesregierung,
sagt Chris Pfaff, Co-Local Lead von Volt Frankfurt.
Für Volt ist der Aufruf Bestätigung und Motivation zugleich. Volt setzt sich grundsätzlich dafür ein, dass die Bürger*innen stärker an der Willensbildung beteiligt werden und möchte insbesondere auch den jungen Menschen mehr Teilhabe ermöglichen - zum Beispiel durch das Wahlrecht ab 16 Jahren. Darüber hinaus ruft Volt aktiv junge Menschen auf, sich auch in der Partei zu engagieren.
Demonstrationen und Aktivismus sind wichtige demokratische Instrumente, aber sie bleiben oft ohne nachhaltige Wirkung, wenn in Parlamenten und Parteien niemand zuhört. Deshalb braucht es mehr junge Menschen in Parteien und mehr Parteien, die junge Menschen von Anfang an ernst nehmen und für politische Ämter vorschlagen - ohne zunächst jahrelange Wahlkampfarbeit oder Mitgliedschaft in der Jugendorganisation einzufordern,
äußert Tim Englert, 23, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Volt Fraktion im Römer.
Die Proteste richten sich unter anderem gegen marode Schulen, angekündigte Kürzungen, die überproportional Jugendliche belasten, sowie steigende Lebenshaltungskosten. Dies sind auch wichtige Anliegen für Volt in Frankfurt. Dort setzt sich Volt mit fünf Stadtverordneten für eine gut ausgestattete Bildungsinfrastruktur ein. Neben transparenten langfristigen Investitionen werden auch kurzfristige Lösungen gefordert, u.a. bessere Belüftung, Klimaanlagen und digitale Infrastruktur. Dabei müssen alle Maßnahmen den Klimazielen der Stadt entsprechen. Eine zentrale Volt-Forderung ist darüber hinaus, dass Schüler*innen stärker in die Schulentwicklung und Bauprojekte eingebunden werden, d.h. über Budgets mitentscheiden und so bei Sanierungsprioritäten involviert werden. Zur Bewältigung steigender Lebenshaltungskosten sieht Volt beispielsweise die Umwandlung von Büro- in Wohnflächen vor und prüfen die Möglichkeit eines Mietkostenzuschusses für Azubis und Studierende.
Unsere Antwort auf die Forderungen der Jugend ist konkrete Politik vor Ort und nicht Repression
so Chris Pfaff.
Ein spannender Aspekt, der für alle Parteien relevant sein sollte, drückt sich durch folgenden Standpunkt des Positionspapiers von Gen Z regelt aus: “Viele Kräfte stellen sich als einzige Lösung dar, obwohl ihre Politik unsere Zukunft gefährdet. “ Volt vermeidet dogmatische Lösungsansätze, sondern bewertet Probleme individuell und setzt auf evidenzbasierte, nachhaltige und zukunftsorientierte Lösungen , die oft andernorts schon funktionieren (Best Practices). Ein Beispiel ist das “freiwillige Handwerksjahr”, das in Lübeck bereits sehr erfolgreich eingesetzt wird und nun im Frankfurter Koalitionsvertrag aufgegriffen wurde. Dabei können Jugendliche ein Jahr lang bis zu vier verschiedene Ausbildungsberufe im Handwerk praktisch ausprobieren, um Orientierung vor dem Berufsstart zu gewinnen.