Darmstädter:innen können bei der Digitalisierung mitreden
Pressemitteilung der Volt-Fraktion vom 25. Februar 2026
> Viele Mitarbeitende der Darmstädter Verwaltung gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand – ohne Digitalisierung wird dies zu einer erheblichen Mehrbelastung führen.
> Ziel der städtischen Digitalstrategie ist eine bis 2030 vollständig digital arbeitende Verwaltung, die Prozesse standardisiert, automatisiert und modernisiert, um Effizienz und Servicequalität zu verbessern.
> Die Strategie wird in einem transparenten Beteiligungsprozess entwickelt, um nachhaltige und erprobte Maßnahmen zu gewährleisten. Hierzu findet am 3. März 2026 eine Informationsveranstaltung statt; Bürger:innen können die Strategie zudem noch bis zum 13. März online kommentieren.
In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 19. Februar 2026 wurde die neue Digitalstrategie besprochen. Die Strategie soll besonderen Fokus auf die Verwaltungsdigitalisierung legen, um z. B. die Kommunikation mit Bürger:innen vollständig digital zu ermöglichen. Die Ziele sind Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Dabei wird bewusst nicht auf glitzernde, aber unerprobte Leuchtturm-Projekte gesetzt. Stattdessen gilt: Digital ist normal – das bedeutet, der Fokus liegt auf bewährten Lösungen, die einen echten Mehrwert bieten und den Alltag für die Menschen und die Wirtschaft in Darmstadt spürbar erleichtern.
Der Fachkräftemangel und der demografische Wandel machen sich auch in Darmstadt immer stärker bemerkbar: Rund 30 % der städtischen Beschäftigten werden in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand gehen, der Nachwuchs ist nicht gesichert. Ohne Digitalisierung und Automatisierung wird die Arbeitsbelastung stark steigen und zugleich die Servicequalität leiden.
Ziel der Digitalstrategie ist es, bis 2030 eine transparente, vollständig digital arbeitende Verwaltung zu schaffen. Dabei werden auch Schnittstellen zu Bürgerdiensten und zu Sicherheits- und Katastrophenschutz berücksichtigt. Ana Lena Herrling, Volt-Fraktionsvorsitzende, erläutert: “Digitalisierung bedeutet nicht einfach, dass man vom Papier auf den Computer umsteigt. Sie ist ein Zusammenspiel von Prozessen, Arbeitskultur und Technologien. Damit das ganze erfolgreich ist, braucht es einen Kulturwandel und interkommunale Zusammenarbeit. Bürger:innen sollen zudem weiterhin die Wahl haben zwischen App und Amt: Der persönliche Kontakt ist und bleibt wichtig.”
Die Erarbeitung der Strategie wurde im Mai 2025 im Magistrat beschlossen und nun der Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnis vorgelegt. Sie erfolgt durch die Digitalstadt Darmstadt GmbH mit Beteiligung relevanter Stellen. Zur Vorbereitung wurden bereits ab 2024 Gespräche mit allen Dezernent:innen, der Verwaltung, der Stadtwirtschaft sowie mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen geführt. Nun soll auch eine Beteiligung der Bürger:innen Feedback ermöglichen. Interessierte können die Strategie noch bis zum 13. März 2026 unter https://da-bei.darmstadt.de/discuss/digitalstrategie kommentieren. Am Dienstag, 3. März 2026, um 18:30 Uhr findet außerdem eine Informationsveranstaltung zur Digitalstrategie in der Centralstation statt.
Frederik Jobst, stellv. Volt-Fraktionsvorsitzender, kommentiert: “Digitalisierung ist für uns der Booster, mit dem wir Darmstadts Zukunft gestalten. Wenn wir Verwaltungsprozesse konsequent digitalisieren, machen wir unseren Sozialstaat leistungsfähiger und stärken das Vertrauen der Menschen in unsere Demokratie. Vor allem aber machen wir wertvolle Ressourcen frei: Zeit, Personal und Geld, die wir stattdessen gezielt in das investieren können, was unsere Stadt lebenswert macht – in Klimaschutz, Baumpflanzungen und den Ausbau unserer Fahrradwege. Die guten Ranking-Platzierungen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, diesen digitalen Freiraum für unsere wichtigsten politischen Ziele zu nutzen.”