Jahrgang: 1997
Beruf: Wissenschaftler an der TU Darmstadt
Wohnort: Darmstadt, Pallaswiesenviertel
Ausschüsse: Ausschuss für Kultur und Städtepartnerschaften & Ausschuss für Sport und Vielfalt
Wie bist du auf Volt aufmerksam geworden und was hat dich dazu gebracht, beizutreten? – “Nach der EU-Wahl vor zwei Jahren. Ich hatte mir Gedanken gemacht, was ich in dieser Welt verändern möchte. Dabei bin ich alle Parteien nacheinander durchgegangen und hatte mir überlegt, welche ich am sinnvollsten finde. Viele Parteien hatten gute Ideen. Die Grünen haben den Klimagedanken in die Politik getragen, die SPD hat bei der Generation unserer Eltern die Rechte der Arbeiter signifikant vorangebracht und auch die Linke hat viele coole Ideen. Und all diesen Parteien fehlte der für mich wichtige Aspekt, dass sie mit ihren Kolleg:innen in anderen europäischen Ländern kein Sterbenswörtchen reden. Da viele Ideen aber nur so gelöst werden können, macht es ihre Politik zu einem zahnlosen Tiger, wenn es um langfristige Veränderungen geht. Deshalb muss eine moderne Partei europäisch gewachsen und im engen Austausch passieren. Das gibt es so nur bei Volt.”
Was ist deine Motivation, bei Volt mitzumachen? – “Ich bin Wissenschaftler mit Kopf und Herz. Das bedeutet, über Parteigräben hinweg mit anderen Parteien zusammenzuarbeiten, wenn sie coole Ideen haben. Das schreiben wir uns fett auf die Fahne und das ist es, was ich in Volt weiter voranbringen möchte.”
Warum wolltest du in die Ausschüsse für Kultur und für Sport? – “Kultur- und Sportangebote sind Sachen, die exklusiv von der Kommune bedient werden. Das ist mal ein Feld, wo Land und Bund nichts mitzureden haben. Man könnte sagen, dass diese Themen eine Stadt wie Darmstadt zu dem machen, was sie ist. Eine Stadt voller motivierter Ehrenämtler, voller Feste, voller Künstler und junger Menschen, welche der Polarisierung auf Social Media etwas entgegenhalten können.”
Wie hilft dir dein Beruf bei der Fraktionsarbeit weiter? – “Ich kann sehr schnell komplexe Texte auf ihren Kern herunterbrechen und analysieren. Man kann mich schwieriger mit Pseudowissenschaft in die Irre führen, da ich den Unterschied zwischen Populärwissenschaft und Fachliteratur sehr gut kenne. Und ich bin es gewöhnt, dass Prozesse in der Verwaltung sehr lange dauern – was für Wissenschaftl und Politik gleichermaßen eine der größten Herausforderungen ist.”
Warst du auch schon in der Uni bzw. Schule politisch aktiv? – “Nein, aber ich war mein ganzes Leben lang in Vereinen organisiert und hatte in diesen auch schon häufiger den Vereinsvorsitz inne.”
Ein ideales Darmstadt in einem Wort oder Satz? – “Ein ideales Darmstadt ist bunt.”
Justins Reden
Die Reden, die Justin in der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung gehalten hat, könnt ihr hier nachlesen.