Einheit beginnt dort, wo wir gemeinsam handeln - Ein Appell an alle Demokraten
Anlässlich des 36. Jahrestags der Deutschen Einheit ruft Volt Deutschland zum gemeinsamen Handeln in Deutschland und Europa auf.
Am 3. Oktober feiern wir, dass Menschen Freiheit und Demokratie erkämpft haben. Die deutsche Einheit ist ein Grund zur Freude. Sie ist aber auch ein Auftrag, den wir noch nicht abgeschlossen haben.
Denn Einheit lässt sich nicht verordnen. Sie zeigt sich ganz konkret, wenn der Bus auch auf dem kleinen Dorfplatz hält. Wenn man zu Fuß zum Hausarzt gehen kann. Wenn Kindern unabhängig von ihrer Postleitzahl die Welt zu Füßen liegt. Und wenn Menschen erleben, dass ihre Stimme auch zwischen den Wahlen etwas zählt.
Doch viele zweifeln daran, dass die Politik dafür zusammenfindet. Im aktuellen ARD-DeutschlandTREND machen sich 84 Prozent große oder sehr große Sorgen, dass die Parteien auf drängende politische Fragen keine gemeinsamen Antworten finden.
Das ist ein Auftrag an alle demokratischen Parteien, auch an uns, gemeinsam zu handeln. Nehmen wir die Sorgen der Menschen in Ost und West ernst. Streiten wir über den besten Weg, aber arbeiten wir zusammen, wo Lösungen gebraucht werden. Wer stattdessen Menschen gegeneinander ausspielt und unsere Demokratie schlecht redet, macht die Gräben nur tiefer.
Wir müssen raus aus der Angst und rein in lösungsorientierten Optimismus. Es gibt etwas zu bewegen und zusammenzuführen. Das heißt für uns: zuhören, fair streiten und gemeinsam etwas verbessern. Demokratie verteidigen heißt auch, sie im Alltag wieder erlebbar zu machen.
Die Geschichte des 3. Oktober erinnert uns auch daran, dass Deutschlands Zukunft sich nicht von Europas Zukunft trennen lässt. Auch und gerade dort müssen wir Freiheit schützen, Mauern einreißen und gemeinsam handeln.
Grenzen überwinden bleibt unsere Aufgabe. In Deutschland und in Europa.
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Jörn Erdmann, Pressesprecher Volt Deutschland, [email protected].