Friedrichshain-Kreuzberg: A100 stoppen – Verkehrschaos beenden und Wohnquartiere entlasten

Friedrichshain-Kreuzberg leidet unter den Folgen des A100-Ausbaus: mehr Staus, mehr Lärm und mehr Verkehr in den Kiezen. Volt lehnt den Weiterbau der Autobahn ab und setzt stattdessen auf eine bessere Verkehrsführung, leistungsfähigen ÖPNV und den Schutz der Wohnquartiere.

26. Juli 2026

Der Ausbau der A100 belastet Friedrichshain-Kreuzberg schon heute massiv. Der aktuelle Endpunkt der Autobahn führt große Verkehrsströme direkt in dicht besiedelte Wohngebiete. Das Ergebnis sind Staus, Lärm, schlechte Luft und überlastete Straßen. Für Volt ist klar: Ein weiterer Ausbau der A100 löst diese Probleme nicht – er verschärft sie.

Wir wollen den Weiterbau der Autobahn stoppen und stattdessen in eine moderne Verkehrspolitik investieren, die den öffentlichen Nahverkehr stärkt, Wohngebiete entlastet und den Wirtschaftsverkehr effizient organisiert.

Den Weiterbau der A100 beenden

Der geplante 17. Bauabschnitt würde noch mehr Verkehr in die Innenstadt lenken, weitere Stadtteile zerschneiden und wertvolle Flächen binden.

Deshalb fordern wir den endgültigen Stopp aller Planungen für den 17. Bauabschnitt der A100. Die dafür vorgesehenen Milliarden sollen stattdessen in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, sichere Rad- und Fußwege sowie die Verbesserung der Verkehrssituation am heutigen Autobahnende investiert werden. Dazu gehört auch die Prüfung eines Park-and-Ride-Standorts, um Pendler*innen frühzeitig zum Umstieg auf Bus und Bahn zu bewegen.

Wirtschaftsverkehr auf Hauptachsen bündeln

Eine funktionierende Stadt braucht leistungsfähige Verkehrsachsen für Lieferverkehr, Handwerk und Unternehmen. Gleichzeitig müssen Wohngebiete vom Durchgangsverkehr entlastet werden.

Volt schlägt deshalb vor, den Wirtschaftsverkehr konsequent über geeignete Hauptverkehrsstraßen zu führen und Wohnstraßen vom Durchgangsverkehr freizuhalten. Intelligente Ampelschaltungen, Lkw-Routenführung, ausreichend Lieferzonen und digitale Verkehrssteuerung sollen dafür sorgen, dass Waren zuverlässig ans Ziel gelangen, ohne die Kieze unnötig zu belasten.

Das Verkehrschaos am Autobahnende beseitigen

Der heutige Endpunkt der A100 sorgt täglich für Rückstaus und gefährliche Verkehrssituationen.

Wir wollen die Verkehrsführung kurzfristig neu ordnen, damit Staus reduziert und die angrenzenden Wohngebiete entlastet werden. Gleichzeitig sollen Busse, Fußgänger*innen und Radfahrende bei der Planung Vorrang erhalten. Nur wenn der öffentliche Nahverkehr zuverlässig funktioniert, wird der Umstieg vom Auto attraktiver.

Anwohner*innen frühzeitig beteiligen

Die Diskussion um die A100 hat gezeigt, dass wichtige Gutachten und Prognosen viel zu spät öffentlich wurden. Entscheidungen über große Infrastrukturprojekte dürfen nicht über die Köpfe der Menschen vor Ort hinweg getroffen werden.

Deshalb fordert Volt verbindliche Beteiligungsverfahren für Anwohner*innen und die Bezirke bereits zu Beginn der Planungen. Risiken, Verkehrsprognosen und Auswirkungen auf die Lebensqualität müssen transparent veröffentlicht und ernsthaft in politische Entscheidungen einbezogen werden.

Unsere Vision

Eine zukunftsfähige Verkehrspolitik schafft Mobilität, ohne Wohnquartiere zu belasten. Statt immer mehr Autoverkehr in die Innenstadt zu lenken, wollen wir den öffentlichen Nahverkehr ausbauen, den Wirtschaftsverkehr intelligent steuern und den Menschen wieder mehr Platz in ihrer Stadt geben.

So entstehen lebenswerte Kieze mit weniger Lärm, besserer Luft und sicheren Straßen – für alle, die in Friedrichshain-Kreuzberg leben und arbeiten.