Soziale Gerechtigkeit und Teilhabe

Soziale Gerechtigkeit bedeutet, dass jede*r faire Chancen hat – unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Lebenslage. Der Rhein-Kreis Neuss kann als Sozial- und Jugendhilfeträger, Fördermittelgeber und Koordinator viel bewirken.

Bekämpfung von Kinder- und Familienarmut

Armut darf keine Zukunft bestimmen. Wir fordern eine aktive Sozialpolitik, die Kinder, Jugendliche und Familien gezielt unterstützt – mit kostenfreien Angeboten, Schulmaterialhilfen und frühzeitiger Beratung.

Best Practice Europa

In Finnland werden bedürftige Familien über kommunale „Familienzentren“ unterstützt, die Bildung, Betreuung und Sozialarbeit unter einem Dach bündeln – präventiv und wohnortnah.

Unterstützung für Alleinerziehende und pflegende Angehörige

Alleinerziehende und Pflegende tragen enorme Verantwortung. Wir setzen uns für flexible Betreuungsangebote, Beratungsstellen und Entlastungsangebote ein – zum Beispiel mobile Dienste oder Tagespflegeplätze.

Best Practice Europa

In Dänemark bieten viele Kommunen flexible Teilzeitbetreuung und gezielte Unterstützungsnetzwerke für Alleinerziehende – mit Erfolg: hohe Erwerbstätigkeit, niedrige Armutsraten.

Förderung von Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Teilhabe heißt: dabei sein dürfen – bei Sport, Kultur und Freizeit. Wir fordern kostenfreie oder stark vergünstigte Angebote für Kinder, Jugendliche und Senior*innen mit geringem Einkommen – durch Sozialpässe, Gutscheine oder Ehrenamtskarten.

Best Practice Europa

In Wien gibt es mit der Wiener Kulturpass freien Zugang zu Museen, Theatern und Veranstaltungen für armutsbetroffene Menschen – ein Modell für kulturelle Teilhabe auf Augenhöhe.

Stärkung des Ehrenamts und der sozialen Infrastruktur

Ohne Vereine, Initiativen und Nachbarschaften geht es nicht. Wir wollen, dass der Kreis aktive Vereinsarbeit besser unterstützt, z. B. durch Antragsberatung, Fördergelder, Räume und digitale Tools.

Best Practice Europa

In den Niederlanden wurden mit „Social Hubs“ städtisch finanzierte Räume geschaffen, in denen sich ehrenamtliche Gruppen treffen, vernetzen und Projekte umsetzen – unbürokratisch und lokal gesteuert.

Inklusive Angebote für Menschen mit Behinderung

Inklusion muss selbstverständlich sein – nicht die Ausnahme. Wir fordern barrierefreie Freizeit- und Beratungsangebote, einfache Sprache in Behörden und echte Teilhabe in Sport, Bildung und Kultur.

Best Practice Europa

In Spanien arbeitet das Modell „Plena Inclusión“ mit über 900 Initiativen daran, Menschen mit geistiger Behinderung Zugang zu Kultur, Arbeit und Freizeit zu ermöglichen – in Kooperation mit Kommunen und Gesellschaft.

Die 5+1 Heraus­forderungen

Volt hat 5+1 grundlegende Herausforderungen definiert, die in jedem europäischen Land und in Europa als Ganzes in Angriff genommen werden müssen.

Warum 5 + 1 Herausforderungen?

Die 5 Herausforderungen sind im Grunde für jedes Land die gleichen, aber ihre Umsetzung kann auf nationaler Ebene angepasst werden, um den lokalen Gegebenheiten Rechnung zu tragen.

Die Herausforderung Nr. 1 - unser Vorschlag zur Reform und Stärkung der EU - ist in allen unseren nationalen Programmen identisch.

  • 01

    Ein intelligenter Staat

    Bildung und Digitalisierung sind Schlüsselelemente des 21. Jahrhunderts.

  • 02

    Wirtschaftliche Renaissance

    Eine innovative Wirtschaft ist der Motor für den Fortschritt der Gesellschaft.

  • 03

    Soziale Gleichberechtigung

    Niemand sollte zurückgelassen werden - ungeachtet von Geschlecht, Einkommen, Religion oder Herkunft.

  • 04

    Für globalen Ausgleich

    Europa muss seiner Verantwortung in der Welt zur Sicherung unserer gemeinsamen Zukunft gerecht werden.

  • 05

    Politisch aktive Bürgerschaft

    Die europäischen Bürger*innen müssen dazu in der Lage sein, fundierte politische Entscheidungen zu treffen, selbstständig über Wahlen hinaus Einfluss auf die Politik zu nehmen und ihre demokratischen Rechte auszuüben.

  • +1

    EU Reform

    Wir lieben die EU - das heißt aber nicht, dass es keinen Raum für Verbesserungen gibt.