Volt fordert flexible Eingreiftruppe für die Verwaltung nach Vorbild Kiel
> Antrag auf „FLEX:Unit“: Volt fordert für Köln einen flexiblen Personalpool nach Kieler Vorbild zur Behebung akuter Personalengpässe.
> Hilfe bei Engpässen: Der Pool soll stark belastete Ämter wie das Jugend- und Ausländeramt entlasten und Rückstände rasch abbauen.
> 2-jährige Pilotphase: Die Verwaltung soll ein Konzept erarbeiten und das Modell zunächst bis zu zwei Jahre lang testen.
Köln, den 24.09.2026 – Die Volt-Fraktion bringt zur Ratssitzung am 8. Oktober 2026 einen Antrag (AN/1544/2026) zur Einführung einer städtischen „FLEX:Unit" ein. Nach dem Vorbild der Landeshauptstadt Kiel soll ein ressortübergreifender, flexibel einsetzbarer Personalpool geschaffen werden, der Ämter bei akuten Engpässen kurzfristig unterstützt. Diese entstehen durch Aktenrückstände, hohe Fallzahlen, unbesetzte Führungspositionen oder Digitalisierungsprojekten.
Betroffen sind vor allem Ämter mit direktem Bürgerkontakt: Im Jugendamt kommt es immer wieder zu Verzögerungen bei dringenden Fallbearbeitungen, im Ausländeramt zu langen Wartezeiten auf Termine. Starre Stellenpläne können solche Belastungsspitzen kaum auffangen.
Kiel hat hierfür ein Modell entwickelt, das inzwischen dauerhaft übernommen wurde und baute so unter anderem einen großen Rückstand bei der Abrechnung von Rettungsdiensteinsätzen ab. Zugleich wurde das Konzept zu einem attraktiven Recruiting-Kanal für jüngere Fachkräfte.
Volt will dieses Modell nun für Köln nutzbar machen. Der Antrag sieht vor, dass die Verwaltung zunächst ein Konzept erarbeitet und eine zeitlich befristete Pilotphase von bis zu zwei Jahren startet. Am Ende der Pilotphase soll dem Rat ein Erfahrungsbericht vorgelegt werden, der über Wirkung, Kosten und eine mögliche dauerhafte Einführung Auskunft gibt.
Manuel Froh, wirtschaftspolitischer Sprecher der Volt-Fraktion, erklärt:
„Wenn etwa das Jugendamt oder das Ausländeramt seine Aufgaben nicht rechtzeitig erfüllen kann, kann das Menschen in sehr schwierige Lagen bringen. Das Vertrauen in unsere Stadt und unseren Standort leidet. Kiel zeigt, dass man solche Engpässe nicht einfach hinnehmen muss. Mit einer FLEX:Unit können wir dort schnell Personal hinschicken, wo es gerade brennt, statt Ämter mit ihren Rückständen allein zu lassen."