Neue Art der Politik machen: Teamwork und Inhalte

Das Darmstädter Stadtparlament ist bunt wie noch nie und es bestehen unterschiedliche Möglichkeiten, Mehrheiten zu bilden. Für uns heißt Neue Art der Politik miteinander reden und im Parlament Mehrheiten für Lösungen zu finden und so für Darmstadt progressive Ideen umzusetzen. Miteinander, nicht gegeneinander. Und im Team mit den Darmstädter Grünen.

5. Mai 2026

Darmstadt, 05. Mai 2026  In den Wochen seit der Kommunalwahl wurden viele Gespräche zwischen den Parteien in Darmstadt geführt. Volt hat den Dialog mit den meisten Fraktionen gesucht. Ziel war es, Schnittmengen bei Sachfragen zu finden, die Bereitschaft zur Zusammenarbeit zu klären und Kontakte innerhalb des Parlaments neu auf- oder auszubauen. 

Unser Fokus ist, gute Ideen und Lösungen in Darmstadt und für alle Menschen hier umzusetzen, beispielsweise in den Bereichen Bildung, Digitalisierung, nachhaltige Transformation und lebendige Stadtgemeinschaft

so Justin Krampe.

Holger Klötzner, Dezernent für Bildung und Digitalisierung, hat bereits über die letzten Jahre gezeigt, wie parteiübergreifende Zusammenarbeit funktioniert: Er war zu den inhaltlichen Themen in seiner Zuständigkeit regelmäßig im persönlichen Austausch mit allen demokratischen Fraktionen. Er erklärt:

Die hohe Zustimmungsrate im Ausschuss für Bildung und Digitalisierung der letzten Legislatur beweist, dass mit entsprechender Kommunikation und Abstimmung breite Mehrheiten gefunden werden können, um nachhaltige Veränderungen anzustoßen.

Mit den Grünen besteht bereits eine gute Zusammenarbeit im Sinne der neuen Art der Politik. Die beiden Fraktionen arbeiten konstruktiv und pragmatisch zusammen und entwickeln erste Anträge auch gemeinsam, die in der kommenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 7. Mai 2026 eingebracht werden. Ana Lena Herrling erklärt

Gemeinsame Lösungen und gute Zusammenarbeit sind für uns die Basis für die grün-lila Teamarbeit in dieser Legislatur.

Für Volt ist eine fakten- und wissenschaftsbasierte Vorgehensweise wichtig, neue Ideen sollen sich bereits praktisch bewiesen haben oder durch wissenschaftliche Analyse positiv bewertet sein. Prof. Christian Stecker, Politikwissenschaftler an der TU Darmstadt, hat zu Aspekten der Koalitionsbildung und wechselnden Mehrheiten  in seinem Buch “Ohne Koalitionskorsett und Brandmauern” unter anderem dargelegt, was für mehr Vertrauen in die Politik nötig ist: Die gewählten Mehrheiten müssen auch wirken, also mehrheitsfähige Lösungen umsetzen.. Dazu führt er Beispiele an, dass Parlamente mit wechselnden Mehrheiten erfolgreich Politik machen können. 

Da es aktuell keine klare Mehrheit gibt, entsteht Raum, wechselnde Mehrheiten auszuprobieren. Wir machen dabei alle gerade neue Erfahrungen im Parlament und begrüßen das. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Parlament und die tatsächliche Gestaltung inhaltlicher Arbeit kann auch die Basis für ein konkretes Regierungsbündnis bilden.

ergänzt Berit Walter, Local Lead von Volt Darmstadt und ebenfalls Stadtverordnete.