Zukunft für Ludwigshafen

Eine Stadt die mehr erreichen kann

Von wegen hässlichste Stadt Deutschlands. Ludwigshafen ist eine tolle Stadt, hat aber auch noch großes Potenzial, besser zu werden. Wir wollen deshalb den Blick über die Stadtgrenzen hinaus richten und von den besten Lösungen Europas lernen. Volt verbindet Menschen und Ideen aus ganz Europa und bringt sogenannte "Best Practices" aus anderen europäischen Städten und Ländern nach Ludwigshafen – angepasst an die Bedürfnisse unserer Stadt. Denn Europa ist für uns nicht nur ein politisches Projekt in Brüssel: Wir wollen Europa nach Mannheim holen und zeigen, was europäische Zusammenarbeit vor Ort bewirken kann.

Unser ganzes Team

Auf dieser Seite stellen wir nur unser vorhaben für Ludwigshafen vor. Willst du mehr von unserem City-Team wissen? Dann musst du auf diese Seite:

Volt Mannheim-Ludwigshafen

Mobilität

 KI‑Ampeln gegen Stau

Problem:
In Ludwigshafen entstehen Staus besonders an den Rheinbrücken, in der Innenstadt und an den Zufahrten zur B37 und B44. Busse und Rettungsfahrzeuge verlieren Zeit, weil Ampeln nicht auf aktuelle Verkehrslagen reagieren. 

Ursache:
Moderne Technologien werden noch nicht ausreichend für eine intelligente Verkehrssteuerung genutzt.

Lösung:

  • KI analysiert die Verkehrsdichte in Echtzeit.

  • Ampeln passen sich automatisch an.

  • Busse und Rettungswagen erhalten Vorrang/grüne Welle.

  • Der Verkehrsfluss wird kontinuierlich optimiert.

Best Practice:
Kopenhagen und Hamburg nutzen intelligente Verkehrssteuerung, die den Verkehr in Echtzeit analysiert.

Ziel:
Bis 2030 - 20 % weniger Stau, kürzere Fahrzeiten, weniger CO₂‑Ausstoß – ohne Verbote.


 Grüne Welle auf den Hauptachsen

Problem:
Stop‑and‑Go‑Verkehr auf der B37, Saarlandstraße, Rheinuferstraße und an den Rheinbrücken.

Ursache:
Fehlende Synchronisierung der Ampelschaltungen auf den Hauptverkehrsachsen.

Lösung:

  • Intelligente Grüne‑Welle‑Systeme.

  • Synchronisierung wichtiger Einfallstraßen.

  • Vorrang für Straßenbahnen.

Best Practice:
Kopenhagen und Wien steuern ganze Verkehrsachsen synchron.

Ziel:
Weniger Stau, weniger Lärm, geringerer Spritverbrauch.

Eine Mobilitäts‑App für alles

Problem:
Bus‑App, Bahn‑App, Carsharing‑App, Park‑App – alles getrennt.

Ursache:
Fehlende Integration der Verkehrsanbieter und Abrechnungssysteme.

 Lösung:

  • Eine Rhein‑Neckar‑App für VRN, RNV, Deutsche Bahn, Carsharing, Leihfahrräder, E‑Scooter und Parkhäuser.

  • Einheitliches Konto und zentrale Bezahlung.

Best Practice:
Helsinki gilt als Vorreiter von „Mobility as a Service“.

Ziel:
Einfacher Zugang zu allen Verkehrsangeboten.

 Barrierefreiheit

Problem:
Teilweise noch bestehende Barrieren an Haltestellen, Gehwegen und Querungen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Ursache:
Ältere Infrastruktur, die nicht nach heutigen Standards geplant wurde, sowie schrittweise Finanzierung und Umsetzung.

Lösung:

  • Erhöhte Bahnsteige für stufenlosen Einstieg

  • Taktile und visuelle Leitsysteme für Orientierung

  • Wetterschutz und Sitzgelegenheiten für Komfort

  • Echtzeitinformationen für Sicherheit und Planbarkeit

Best Practice:
Für Ludwigshafen wäre eine Kombination aus den Wiener Leitsystemen und dem Stuttgarter VVS‑Modell besonders geeignet – technisch erprobt, förderfähig und kompatibel mit den Standards des VRN. 

Ziel:
Inklusive Mobilität für alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig von Alter oder Einschränkungen.

Tempo‑Zonen klar strukturieren

Problem:
Uneinheitliche Geschwindigkeitsregelungen führen zu Unsicherheit und Lärmbelastung.

Ursache:
Fehlende abgestufte Verkehrsberuhigung nach Nutzung und Lage.

Lösung:

  • Klare Struktur: Tempo 130 – 90 – 70 – 50 – 30 – verkehrsberuhigt.

  • Anpassung an Anlieger‑, Liefer‑ und Durchgangsverkehr.

Best Practice:
Zürich und Graz kombinieren abgestufte Temporegime mit Lärmschutz und Sicherheit.

Ziel:
Klare, übersichtliche Strukturen und gibt weniger das Gefühl von Willkür.

Kinder, Jugend & Bildung

 Freizeit und Begegnung

Problem:
In mehreren Ludwigshafener Stadtteilen – besonders in dicht bebauten Quartieren wie Süd, West und Hemshof – fehlen ausreichend Freizeit‑ und Begegnungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Viele Treffpunkte sind veraltet oder schwer erreichbar.

Ursache:
Fehlende finanzielle Mittel, Personalmangel und langwierige Planungsprozesse  erschweren den Ausbau von Jugend‑ und Freizeiteinrichtungen.

 Lösung:

  • Mehr Jugendtreffs schaffen, insbesondere in Vierteln ohne Angebot.

  • Zusammenarbeit mit Vereinen, Kirchen und Stiftungen

  • Mobile Jugendarbeit, Sozialarbeiter gehen direkt zu den Treffpunkten der Jugendlichen

  • Öffentliche Plätze und Vereinsräume generationsübergreifend nutzbar gestalten.

  • Freizeitangebote in Sport, Musik, Kunst & Kultur, Kochen etc.

  • Unterstützung bei Schule, Bewerbungen und Problemen.

Best Practice:
Die Mobile Jugendarbeit Stuttgart gilt als Vorreiter für aufsuchende Jugendarbeit in Deutschland. Sie kombiniert klassische Streetwork mit digitalen Ansätzen („Digital Streetwork“) und erreicht Jugendliche direkt an ihren Treffpunkten – offline und online. Grundlage sind die fachlichen Standards der Bundesarbeitsgemeinschaft Streetwork/Mobile Jugendarbeit e. V., die bundesweit als Qualitätsrahmen für niedrigschwellige, sozialraumorientierte Jugendhilfe dienen. 

Ziel:
Mehr Begegnung, Teilhabe und Chancen für Jugendliche in allen Stadtteilen.

KiTa‑Plätze und Fachkräfte

Problem:
Zu wenig KiTa‑Plätze und Fachkräftemangel.

Ursache:
Stadt stoppt KiTa‑Ausbau wegen sinkender Geburtenraten, obwohl tausende Plätze fehlen.

Lösung:

  • Stadt muss wieder mehr in den Bau von KiTas investieren.

  • Ausländische Fachkräfte als Erzieher:innen gewinnen.

  • Quereinstiege ermöglichen und praxisintegrierte Ausbildungen fördern.

Best Practice:
Skandinavische Länder wie Dänemark und Schweden begegnen dem Personalmangel in Kitas mit praxisnaher Ausbildung, flexiblen Arbeitszeiten und gezielter Fachkräftegewinnung. Sie fördern den Wiedereinstieg von Eltern und setzen auf digitale Systeme, um Verwaltung zu vereinfachen. Multiprofessionelle Teams teilen Aufgaben klar auf und entlasten pädagogisches Personal. Staatliche Programme sichern attraktive Arbeitsbedingungen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Dadurch konnten Qualität und Personalstabilität in der frühkindlichen Bildung deutlich verbessert werden. 

Ziel:
Mehr Betreuungsplätze und qualifiziertes Personal für frühe Bildung.Leerstunden

Schulen und Lehrermangel

Problem:
Schulstunden fallen ersatzlos aus – Lehrermangel und fehlende Vertretungen.

Ursache:
Zu wenig Personal und fehlende Kooperation mit außerschulischen Partnern.

 Lösung:

  • Unternehmen, Vereine und Personen sollen Leerstunden mit Praxiswissen füllen.

  • Mehr Gemeinschaftsschulen nach Vorbild der IGMH schaffen.

Best Practice:
EFinnland: Bildung wird als gesamtgesellschaftliche Aufgabe versteht. Dort wird die Lehrerausbildung akademisch aufgewertet und mit intensiver Praxis verknüpft, wodurch der Beruf attraktiver wird. Schulen arbeiten in multiprofessionellen Teams mit pädagogischen Assistenzen und digitaler Unterstützung, um Lehrkräfte zu entlasten. Durch hohe Autonomie, Vertrauen und gezielte Nachwuchsförderung bleibt der Lehrerberuf in Finnland stabil und angesehen. 

Ziel:
Kontinuierlicher Unterricht und stärkere Verbindung von Schule und Gesellschaft.

Sicherheit

Angsträume

Problem:
Viele Menschen, insbesondere Frauen, fühlen sich nachts unsicher – auf dem Heimweg, an Haltestellen oder in schlecht beleuchteten Straßen.

Ursache:
Fehlende Beleuchtung, eingeschränkte Nutzung des Frauennachttaxis und zu geringe Präsenz von Sicherheitspersonal im öffentlichen Raum.

Lösung:

  • Unterstützung des Jugend- und Frauen-Nachttaxis: bezuschusste Fahrten wieder aufstocken von 6 auf 20 Fahrten.

  • Nutzungszeitraum im Winter ab 20 Uhr oder früher starten.

  • Bessere Beleuchtung in schlecht beleuchteten Straßen und Gegenden.

  • Straßenbahnen mit sichtbarer „Security“ bzw. Ansprechperson zu besonderen Zeiten oder Veranstaltungen.

Best Practice:
München und Köln fördern Sicherheit durch Nachtfahrangebote, Beleuchtungskonzepte und Präsenz von Sicherheitspersonal im ÖPNV.

Ziel:
Mehr Sicherheit und Vertrauen im öffentlichen Raum – besonders für Frauen und vulnerable Gruppen.

Leben

Wohnen

Problem:
Kaum bezahlbarer Wohnraum durch stark steigende Mieten, lange Wartelisten und viele Bewerber auf Wohnungen sind vor allem für verändernde Lebenssituationen ein Problem

Ursache:
Zu wenig Wohnungsbau, vor allem zu wenig sozialer Wohnungsbau

Lösung:

  • Keine reinen Wohnsiedlungen bauen -> mehr lokale Geschäfte fördern, durch gesenkte Steuern und finanzielle Unterstützung (Einkommensteuer für z.B. 2 Jahre abschaffen)

  • Bezahlbaren Wohnraum schaffen

  • Bau und Erhalt von geeigneten und bezahlbaren Wohnräumen sichern durch GBG

  • Ehemalige Bürogebäude und Gewerbebauten zu Wohnungen umfunktionieren

  • Leerstände wieder beleben

  • Obdachlosigkeit -> mehr Hilfe in Wiedereinstieg ins Leben, mehr Plätze  (Best Practice Finnland Housing First Prinzip)

  • Sozialbauquote (siehe Amsterdam)

Best Practice:
Sozialbauquoten, wie Hamburg’s Drittelmix, München’s SoBoN oder auch in Stuttgart, sowie Leerstandsabgaben sind effektive Mittel gegen steigende Mietpreise.

Ziel:
Langsamer steigende Miete, leichter und schneller neue Wohnungen zu finden

Nachhaltigkeit

Klimawandel und Stadtklima

Problem:
Der Klimawandel ist eine reale Gefahr, die sich Jahr für Jahr stärker bemerkbar macht – besonders durch steigende Temperaturen. Ludwigshafen zählt bereits zu den heißesten Städten Deutschlands.

Ursache:
Dichte Bebauung, zu wenig Grünflächen und fehlende Maßnahmen zur Hitzeminderung.

Lösung:

  • Mehr Klimafeste zur Bewusstseinsbildung.

  • Pflanzung heimischer Bäume zur Förderung der Biodiversität.

  • Finanzierung und Organisation freiwilliger Aktionen, z. B. gegen invasive Arten wie die Traubenkirsche.

  • Einrichtung von Hitzeschutzräumen.

  • Mehr Trinkbrunnen und Wasserspender.

  • Verstärkte Begrünung, insbesondere in der Innenstadt.

Best Practice: Städte wie Freiburg und Wien setzen auf kombinierte Begrünungs‑ und Wasserkonzepte zur Kühlung urbaner Räume. (Schwammstadt)
Ziel: Spürbare Abkühlung der Innenstadt, mehr Lebensqualität und aktiver Beitrag zur Klimaanpassung.

Saubere Stadt und Umweltbewusstsein

Problem:
An vielen Standorten wird Müll achtlos in die Natur oder auf den Boden geworfen.

Ursache:
Fehlende Entsorgungsmöglichkeiten und mangelnde Umweltbildung.

Lösung:

  • Mehr Mülleimer aufstellen.

  • Freiwillige Aufräum- und Säuberungsaktionen fördern.

  • Bessere Aufklärung an Schulen, insbesondere zur richtigen Mülltrennung.

Best Practice: Zürich und Stockholm kombinieren Umweltbildung mit Bürgeraktionen und digitaler Müllmeldung per App.
Ziel: Saubere öffentliche Räume und gestärktes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung.

Ludwigshafen setzt auf Klimaanpassung und Klimaschutz 2040

Problem:  

Ludwigshafen ist stark von Hitze betroffen – besonders in dicht bebauten Stadtteilen und Industriegebieten. Die Zahl heißer Tage und tropischer Nächte steigt stetig. Gleichzeitig sind viele Gebäude energetisch veraltet, und die Stadt verfügt über große Industrieflächen, die Wärme speichern.

Ursache:  

Historisch gewachsene Industrieflächen und eine hohe Versiegelung führen zu Wärmeinseln. Die Stadt hat bisher weniger Maßnahmen zur direkten CO₂‑Reduktion umgesetzt, da der Fokus auf Wirtschaft und Infrastruktur lag.

Lösung:

  • Umsetzung des Klimaschutzkonzepts 2040 mit dem Ziel der Treibhausgasneutralität.

  • Kommunale Wärmeplanung in Kooperation mit den Technischen Werken Ludwigshafen (TWL) zur Nutzung von Ab‑ und Umweltwärme.

  • Energetische Sanierung städtischer Gebäude und Ausbau von Photovoltaik auf öffentlichen Dächern.

  • Klimaanpassungskonzept „Fit for (Climate) Future“: Begrünung, Entsiegelung und Schattenräume zur Reduktion von Hitzeinseln.

  • Kooperation mit BASF SE zur Nutzung industrieller Abwärme und zur Integration von Klimadaten in betriebliche Planungen.

Best Practice:  

Rotterdam setzt auf das Prinzip der „Schwammstadt“: Wasserflächen, begrünte Dächer und multifunktionale Plätze speichern Regenwasser und kühlen die Stadt natürlich. Gleichzeitig werden Bürger*innen aktiv in Planung und Umsetzung einbezogen, wodurch Klimaschutz, Stadtgestaltung und Lebensqualität miteinander verschmelzen. 

Ziel:  

Bis 2040:

  • Treibhausgasneutrale Stadtverwaltung und klimafreundliche Wärmeversorgung

  • Spürbare Abkühlung der Innenstadt und Reduktion von Hitzeinseln

  • Nachhaltige Stadtentwicklung durch Begrünung, Energieeffizienz und Kooperation mit Wirtschaft und Bürger*innen