Volt Oldenburg spricht sich gegen Stadionneubau aus - Positionspapier erarbeitet

Volt Oldenburg hält auf Grundlage eines aktuellen Positionspapiers eine Zustimmung zum Vergabeverfahren eines neuen Fußballstadions für nicht vertretbar.

22. Jan 2026
Symbolbild für die im Text genannten Argumente. Zeigt einen Bagger, durchgestrichenes Geld, Natur und ein Schild auf dem keine Bürgerbeteiligung steht.

*Das Symbolbild wurde mit KI generiert und stellt nicht den echten Bauprozess oder die Gegebenheiten in Oldenburg dar.

Ausschlaggebend sind die massiv gestiegenen Kosten, offene beihilferechtliche Fragen, ökologische Bedenken sowie die bislang unzureichende Bürger*innenbeteiligung. „Die Rahmenbedingungen haben sich seit den ursprünglichen Beschlüssen grundlegend verändert. Was 2017 mit 19 Millionen Euro kalkuliert war, liegt heute bei über 50 Millionen Euro“, erklärt City-Lead Tim Sigl.

Auch aus ökologischer Sicht hält Volt den Stadionneubau in der aktuellen Form für nicht vertretbar. Der geplante Bau geht mit zusätzlicher Flächenversiegelung einher und beeinträchtigt klimaaktive Flächen, die für Stadtklima, Biodiversität und Klimaanpassung wichtig sind. Zudem seien die ursprünglich geforderte nachhaltige Holzbauweise und andere ökologische Standards bislang nicht Bestandteil der Planung. Dies stehe im Widerspruch zum Masterplan Stadtgrün sowie zum Ziel der Klimaneutralität bis 2035.

Ebenfalls kritisch sieht Volt die beihilferechtliche Situation. Bereits 2024 wurde beschlossen, ein Notifizierungsverfahren bei der EU-Kommission durchzuführen. Eine Entscheidung über den Stadionneubau ohne Rückmeldung aus diesem Verfahren lehnt Volt Oldenburg ausdrücklich ab. „Wer jetzt entscheidet, ohne die beihilferechtliche Klärung abzuwarten, handelt fahrlässig.”

Darüber hinaus kritisiert Volt Oldenburg die fehlende breite und transparente Bürger*innenbeteiligung. Bei einem Vorhaben mit dieser finanziellen Tragweite erwartet Volt echte Beteiligungsformate.

Volt bekennt sich ausdrücklich zur Förderung des Breitensports. Gleichzeitig zieht die Partei eine klare Grenze zwischen kommunaler Daseinsvorsorge und der Unterstützung des Profifußballs als privatwirtschaftliches Angebot. „Profisport ist keine kommunale Pflichtaufgabe. “In Zeiten von Energiewende, Mobilitätswende, Klimaanpassung und Digitalisierung müssen wir unsere Mittel konsequent an den Zukunftsaufgaben der Stadt ausrichten“, betont Volt.

Vor diesem Hintergrund hält Volt Oldenburg eine Zustimmung zum Vergabeverfahren für den Stadionneubau für nicht vertretbar.