Anne Jurack

Kandidierende / Platz 1

Kurz zu mir

Ich komme gebürtig aus Magdeburg und bin auch dort aufgewachsen.

Ich möchte mich für eine Politik einsetzen, die ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und eine starke demokratische Gesellschaft miteinander verbindet – in Oldenburg und darüber hinaus.

Wofür ich stehe

Oldenburg ist eine Stadt mit hoher Lebensqualität, engagierten Menschen und einer vielfältigen Stadtgesellschaft. Diese Lebensqualität gilt es zu bewahren und gleichzeitig zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Dabei gibt es einige Themen, bei denen ich eine klare Haltung vertrete.

Der Heidbrook verdient Schutz. Ich bin überzeugt, dass die Fliegerhorststraße nicht gebaut werden darf. Natur- und Freiräume sind keine beliebige Verhandlungsmasse. Gerade angesichts der Klimakrise müssen wir verantwortungsvoll mit unseren Flächen und natürlichen Ressourcen umgehen.

Die Stadt Oldenburg sollte keine finanziellen Mittel für einen Stadionneubau bereitstellen. Ich kann nachvollziehen, dass das Stadion für viele Menschen ein emotionales Thema ist und mit großer Verbundenheit zum Fußball getragen wird. Ein Fußballverein sollte ein solches Vorhaben zumindest zu großen Teilen selbst finanzieren können. Gleichzeitig gibt es in unserer Stadt zahlreiche gesellschaftlich wertvolle Projekte und Vereine, die dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind und unmittelbar zum Gemeinwohl beitragen.

Dazu gehören beispielsweise Projekte des Mädchenhauses, die Beratungsstelle Wildwasser Oldenburg, der Ernährungsrat und viele weitere Initiativen und Vereine, deren Finanzierung bei den vergangenen Haushaltsverhandlungen gekürzt wurde. Hier müssen wir andere Prioritäten setzen. Ebenso braucht es deutlich mehr Angebote und konkrete Maßnahmen, um Rassismus in allen Bereichen unserer Gesellschaft abzubauen und Menschen zu schützen, die von Diskriminierung betroffen sind.

Die Tat an Lorenz muss umfassend aufgeklärt werden. Es beschäftigt mich sehr, dass auch nach über einem Jahr noch keine vollständige Aufklärung erfolgt ist. Vertrauen in staatliche Institutionen setzt Transparenz und Verantwortungsübernahme voraus. Deshalb muss auch mögliches Fehlverhalten innerhalb der Polizei konsequent untersucht und, wenn sich Vorwürfe bestätigen, entsprechende Konsequenzen gezogen werden.

Diese Themen sind nur einige wenige Beispiele für die Fragen, die mich in Oldenburg in den vergangenen Jahren besonders beschäftigt haben. Für mich bedeutet Politik, genau hinzuschauen, unterschiedliche Perspektiven ernst zu nehmen und Verantwortung für die Entscheidungen zu übernehmen, die wir heute für unsere Stadt und kommende Generationen treffen.

Verantwortung über Oldenburg hinaus

Ich wünschte, ich hätte eine schnelle Lösung für die undemokratischen Entwicklungen z.B in Sachsen-Anhalt. Ich wünschte, ich hätte eine einfache Lösung für die Entmenschlichung, die dort und auch an anderen Orten auf der Welt passiert. Es ist tragisch und kaum ein Wort wird dem Leid gerecht. Es braucht eine Lösung dafür, dass Wörter wie "links", "rechts", "Demokratie" oder auch "Faschismus" auf einmal unterschiedliche Bedeutungen haben, wenn man unterschiedliche Menschen aus dem Bundestag fragt.

Mein Lösungsansatz ist dabei, sich auf die Definition für "Menschenrechte" zu einigen und von dort zusammen weiterzugehen.

Weiterhin spreche ich mich auch dafür aus, ein AfD-Parteiverbot zu prüfen.

Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass viele der größten Herausforderungen unserer Zeit nicht an Stadt- oder Landesgrenzen enden. Die Klimakrise lässt sich nicht national lösen. Es braucht grenzüberschreitende Zusammenarbeit und verbindliche Vereinbarungen – zunächst auf europäischer Ebene und langfristig global.

Dabei müssen wir unseren Blick auf den Wert der Natur und ihrer Ressourcen grundlegend verändern. Die Wirtschaft kann nicht immer weiterwachsen. Unsere natürlichen Lebensgrundlagen müssen einen so hohen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wert erhalten, dass ihre Ausbeutung nicht länger als eine Grundlage unseres Wohlstands betrachtet werden kann. Ein verantwortungsvoller Umgang mit unserem Planeten kann nur gelingen, wenn wir dafür gemeinsame internationale Standards und Lösungen entwickeln. Daher braucht es Parteien wie Volt, die über nationale Grenzen hinausdenken.

Dabei gilt für mich: Eine gerechte Gesellschaft kann nicht das Ziel verfolgen, die Armen noch ärmer und die Reichen noch reicher zu machen. Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Entwicklung müssen zusammen gedacht werden. Die notwendigen Veränderungen dürfen nicht hauptsächlich denjenigen zur Last fallen, die ohnehin schon wenig haben.

Wenn Sie Fragen zu meinen Positionen haben oder mit mir ins Gespräch kommen möchten, kontaktieren Sie mich gerne unter [email protected].

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