Mehr Vertrauen als Listenplätze: Volt zieht in sechs kommunale Gremien ein
In Kutenholz und Bützfleth gewinnt Volt jeweils zwei Sitze, kann wegen der kurzen Wahlvorschläge aber nur jeweils einen davon besetzen. Für das junge Team ist das Wahlergebnis deshalb nicht nur ein Erfolg, sondern ein klarer Auftrag zu wachsen.
Stade, 15.09.26 – Der Wahlabend hat Volt Stade vor eine ungewöhnliche Aufgabe gestellt: In Kutenholz und Bützfleth gewann die Partei mehr Sitze, als sie mit ihren dortigen Wahlvorschlägen besetzen kann. Jeweils zwei Sitze entfallen auf Volt, auf beiden Listen stand jedoch nur eine Person. Das deutlichste Zeichen für den Erfolg ist damit gleichzeitig eine sichtbare Lücke.
10,40 Prozent in Kutenholz und 9,60 Prozent in Bützfleth zeigen, dass Volt auch jenseits der größeren Städte auf breite Zustimmung stoßen kann. Nun kommt es darauf an, das Team entsprechend dem Vertrauen der Wählerinnen und Wähler zu vergrößern.
„In zwei Räten ist das Vertrauen bereits größer als unsere personelle Aufstellung“, sagt Karsten Klie, Local Lead von Volt Stade. „Darüber freuen wir uns. Gleichzeitig ist es ein sehr konkreter Auftrag, mehr Menschen für kommunalpolitische Verantwortung zu gewinnen.“
Drei Menschen übernehmen Verantwortung in sechs Gremien
Karsten Klie wird Volt künftig im Kreistag, im Rat der Hansestadt Stade und im Ortsrat Bützfleth vertreten. Alexander Geid zieht in den Gemeinderat Kutenholz ein. Waltraut Jahn-Rathjens übernimmt Verantwortung im Samtgemeinderat Harsefeld und im Rat des Fleckens Harsefeld. Damit ist Volt erstmals auf drei kommunalen Ebenen und in sechs Gremien des Landkreises vertreten.
Klie setzt auf Zusammenarbeit: „Wir wollen mit den demokratischen Kräften in den Räten an Lösungen arbeiten, die vor Ort tatsächlich funktionieren. Wir bringen unsere eigenen Schwerpunkte ein und machen nachvollziehbar, wie wir zu Entscheidungen kommen.“
Eine Kandidatur kann unmittelbar etwas verändern
Für Volt ist das Ergebnis in Kutenholz und Bützfleth auch eine Antwort auf die Frage, ob sich eine Kandidatur für eine kleinere Partei überhaupt lohnt. Wo ein Wahlvorschlag endet, kann auch ein gewonnener Sitz nicht einfach mit einer anderen Person aufgefüllt werden. Je eine zusätzliche Kandidatur hätte dort einen unmittelbaren Unterschied gemacht.
„Wir sind an manchen Orten noch zu wenige, um den politischen Rückhalt vollständig abzubilden“, erklärt Alexander Geid. „Wer ein Thema für die eigene Gemeinde hat, kann bei uns früh mitarbeiten. Menschen können Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und sehr konkret etwas bewegen.“
Der Wahlkampf ist vorbei, jetzt beginnt das Zuhören
Bevor die neue Wahlperiode beginnt, will Volt die Prioritäten gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern besprechen. Beim Meet & Discuss am 24. September in Bliedersdorf sollen Bürgerinnen und Bürger selbst benennen, was in ihrer Gemeinde oder im Landkreis zuerst angegangen werden sollte. Die Hinweise aus dem Abend sollen in die Vorbereitung der Ratsarbeit einfließen.
„Zu Beginn unserer Mandate wollen wir uns Zeit nehmen, den Menschen zuzuhören“, sagt Waltraut Jahn-Rathjens. „Wir wollen ansprechbar bleiben und politische Entscheidungen verständlich machen. Aus dem Vertrauen der Wahl muss jetzt sichtbare Arbeit für die Menschen entstehen.“