Jack Ruder
“„Ich möchte Politik nicht nur kommentieren, sondern selbst mitgestalten, vor Ort, in Europa und gemeinsam mit anderen.“”
Politik gestalten, statt nur darüber zu reden.
Ich bin Jack Ruder, Communications Lead und Pressesprecher von Volt Stade. Ich beschäftige mich besonders mit Mobilität, Bildung, Digitalisierung, Demokratie und Europa.
Neben meiner Arbeit bei Volt Stade engagiere ich mich auch auf europäischer Ebene bei Volt EUR Tech und setze mich mit dem Erstwählerforum für politische Bildung und demokratische Beteiligung junger Menschen ein.
Wie ich zu Volt gekommen bin
Mein Weg zu Volt hat mit einer Schulaufgabe begonnen.
Im Politikunterricht bekam ich vor ungefähr anderthalb Jahren die Aufgabe, eine Präsentation über eine politische Partei zu halten. Das Los fiel auf Volt.
Also habe ich angefangen zu recherchieren und mich dabei immer intensiver mit der Partei beschäftigt.
Besonders überzeugt hat mich die Idee, erfolgreiche Lösungen aus anderen Ländern nicht einfach zu bewundern, sondern zu prüfen, was davon auch bei uns funktionieren kann. Beispiele wie das dänische Rentensystem oder die niederländische Radverkehrsinfrastruktur zeigen für mich, wie wertvoll ein Blick über die eigenen Grenzen sein kann.
Genauso wichtig war für mich der wissenschaftsbasierte Ansatz von Volt. Politische Entscheidungen sollten für mich nicht allein auf Bauchgefühl oder Tradition beruhen, sondern auf nachvollziehbaren Erkenntnissen und den Erfahrungen, die andere bereits gemacht haben.
Aus einer Schulpräsentation wurde deshalb ziemlich schnell echtes politisches Interesse.
Von der Präsentation ins Team
Zum ersten Mal persönlich begegnet bin ich dem Volt-Team aus Stade am Tag der Demokratie des Ankerplatzes Stade.
Volt war dort mit einem Stand vertreten. Ich kam ins Gespräch mit dem Team und entschloss mich anschließend, nach den Herbstferien einfach einmal bei einem Treffen vorbeizuschauen.
Aus „einmal vorbeischauen“ wurde mehr.
Das Team hat mich überzeugt; ich bin bei den Treffen geblieben und seitdem bei jedem Treffen dabei gewesen.
Anfang März wurde ich schließlich zum Communications Lead gewählt. Erst etwa zwei Wochen später wurde ich tatsächlich Mitglied bei Volt.
Diese Reihenfolge ist vielleicht etwas ungewöhnlich für mich, zeigt aber auch, dass Engagement für mich nicht erst mit einem Parteibuch beginnt.
Ich möchte, dass Menschen unabhängig vom Auto zuverlässig unterwegs sein können; mit Bus und Bahn genauso wie mit dem Fahrrad.
Besonders wichtig sind mir digitale Bildung, Bildung im digitalen Zeitalter und die Frage, wie Schulen junge Menschen auf eine zunehmend digitale Gesellschaft vorbereiten.
Deshalb engagiere ich mich besonders für politische Bildung und habe das Erstwählerforum gegründet.
Freies Reisen, Schengen, der Euro und die Möglichkeit, über Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten, gehören für mich zu den großen Errungenschaften unseres gemeinsamen Europas.
Mobilität neu denken
Mobilität ist eines meiner wichtigsten politischen Themen, vielleicht auch deshalb, weil ich selbst täglich erlebe, wie entscheidend sie für junge Menschen ist.
Ich würde sehr gerne häufiger Bus und Bahn fahren. Gerade für Schülerinnen und Schüler sind Tickets aber oft teuer, Verbindungen unpraktisch und Fahrpläne nicht immer zuverlässig.
Deshalb fahre ich selbst seit langer Zeit fast überall mit dem Fahrrad.
Meine Vision ist eine Stadt, in der man den Alltag problemlos ohne Auto organisieren kann. Das Fahrrad sollte dabei nicht bloß eine Alternative sein, sondern ein gleichberechtigtes und in vielen Situationen bevorzugtes Verkehrsmittel.
Dazu gehören für mich sichere und geschützte Radwege, Fahrradschnellverbindungen und eine Infrastruktur, in der Radfahrende tatsächlich Vorrang bekommen.
Gleichzeitig brauchen wir einen starken öffentlichen Verkehr. Eine gute Verkehrspolitik sollte nicht Menschen gegen Menschen oder Fahrrad gegen Auto ausspielen; sie sollte dafür sorgen, dass Menschen überhaupt eine echte Wahl haben.
Bildung für das digitale Zeitalter
Bildung ist für mich ein absolutes Kernthema.
Dabei geht es nicht nur um mehr Technik in Klassenzimmern. Digitale Bildung bedeutet für mich, junge Menschen darauf vorzubereiten, sich in einer Welt zurechtzufinden, die sich durch Digitalisierung und neue Technologien ständig verändert.
Dazu gehören digitale Kompetenzen, ein zeitgemäßer Unterricht, kritischer Umgang mit Informationen und die Fähigkeit, neue Technologien nicht nur zu benutzen, sondern auch zu verstehen.
Politische Bildung gehört für mich ebenfalls dazu.
Demokratie lebt davon, dass Menschen wissen, wie politische Entscheidungen entstehen, welche Möglichkeiten zur Beteiligung sie haben und warum politische Prozesse überhaupt wichtig sind.
Deshalb ist das Erstwählerforum für mich ein besonders persönliches Projekt.
Demokratie selbst möglich machen
Das Erstwählerforum habe ich gegründet, um jungen Menschen vor der Kommunalwahl einen Ort zu geben, an dem sie sich unabhängig informieren, Fragen stellen und Politik direkt erleben können.
Für mich ist politische Bildung dann besonders gut, wenn sie nicht nur aus Unterricht oder Informationsbroschüren besteht, sondern aus echtem Austausch.
Junge Menschen sollten nicht nur über Politik reden dürfen, sie sollten die Möglichkeit bekommen, politische Akteurinnen und Akteure direkt kennenzulernen, Fragen zu stellen und sich selbst eine Meinung zu bilden.
Europa als Zuhause
Europa ist für mich nicht nur ein politisches Projekt.
Ich bin Deutscher und fühle mich gleichzeitig als Europäer.
Dass ich mich frei innerhalb Europas bewegen kann, ohne an jeder Grenze kontrolliert zu werden, dass in vielen Ländern mit derselben Währung bezahlt werden kann und dass Menschen aus verschiedenen Ländern gemeinsam an Lösungen arbeiten, all das ist für mich etwas Besonderes.
Diese europäische Perspektive möchte ich auch in die kommunale Politik einbringen.
Viele Probleme hören schließlich nicht an einer Landesgrenze auf. Warum sollten wir also bei ihren Lösungen an Grenzen stoßen?
Als Communications Lead kümmere ich mich um Pressearbeit, Social Media, Website und die öffentliche Kommunikation von Volt Stade.
Ich organisiere Veranstaltungen und Projekte und arbeite daran, Menschen zusammenzubringen und Ideen in konkrete Projekte zu verwandeln.
Auf europäischer Ebene verbinde ich Politik und Softwareentwicklung. Bei Volt EUR Tech arbeite ich unter anderem am Rewrite von Volt.link, unserem internen Weiterleitungssystem. Außerdem engagiere ich mich im AI Policy Roadmap Team und arbeite daran, bestehende politische Inhalte mithilfe von KI in ein neues, strukturiertes Format zu überführen.
Auch auf deutscher Ebene bringe ich meine technische Erfahrung in Volt ein. Ich engagiere mich im strukturierten Software-Entwicklungsteam und arbeite daran, politische und organisatorische Prozesse mit moderner Software besser umzusetzen.
Politik ist nichts, was andere für uns machen.
Ich glaube daran, dass politische Veränderung dort beginnt, wo Menschen anfangen, selbst Verantwortung zu übernehmen.
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