Volt unterstützt Demo gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in Oberursel
> Volt nahm mit ihren Spitzenkandidaten für den Kreistag Tobias Raum und Fiona Byrne an der Demo “One Billion Rising” gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in Oberursel teil
> Auch im Hochtaunuskreis lässt sich noch viel für Gewalthilfe und -prävention tun
> Volt Kreiswahlprogramm fordert mehr Schutzräume für Betroffene und langfristige Finanzierung der Täterarbeit
Oberursel, 16. Februar 2026 –
Jedes Jahr am 14. Februar tanzen weltweit Menschen unter dem Motto “One Billion Rising”, um sich für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen einzusetzen. Initiiert wurde die Bewegung 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin V (früher: Eve Ensler). “One Billion”, also eine Milliarde, bezieht sich auf eine UN-Statistik, nach der weltweit eine von drei Frauen in ihrem Leben Opfer von Vergewaltigung oder Körperverletzung wird. Ein großer Teil der Gewalttaten erfolgt durch ehemalige oder aktuelle Partner. Daher kommen bewusst am “Valentinstag” Menschen weltweit zusammen, um ein Zeichen gegen diese anhaltende Gewalt zu setzen. Ausdruck findet der Protest im gemeinsamen Tanzen als universelle Sprache des Widerstandes und der Hoffnung - auch in mehreren Gemeinden des Hochtaunuskreises.
An der Demonstration auf dem Oberurseler Epinayplatz beteiligte sich auch die Partei Volt mit mehreren Teilnehmer*innen, darunter den Spitzenkandidaten für den Kreistag, Tobias Raum aus Bad Homburg und Fiona Byrne aus Königstein. “Gewalt gegen Frauen geht uns alle etwas an”, stellte Tobias Raum fest, der die niedrige Anzahl an männlichen Demonstrierenden bemängelte.
Volt fordert in seinem Kreiswahlprogramm eine stärkere Förderung von Hilfestellen für von Gewalt betroffene Frauen. Insbesondere spricht sich Volt für die Einrichtung eines zweiten Frauenhauses im Hochtaunus aus: “Dass es im großen Hochtaunuskreis nur ein einziges Frauenhaus gibt, kann so nicht bleiben. Zu viele Frauen und Kinder werden abgewiesen, weil die Kapazitäten nicht ausreichen. Für die Betroffenen bedeutet das ein ‘weiter so’ im von Gewalt geplagten Alltag. Deswegen fordern wir die Einrichtung eines Frauenhauses im Usinger Land!”, kommentiert Fiona Byrne. Aktuell gibt es nur ein Frauenhaus im Hochtaunus, in Oberursel. Eine kleine Anfrage der grünen Fraktion im Hessischen Landtag hatte kürzlich ergeben, dass alleine im Jahr 2024 fast 200 Mal Frauen und Kinder im Hochtaunus aus Kapazitätsgründen vom Frauenhaus abgewiesen werden mussten.
Ein wichtiges Anliegen für Volt ist zudem die langfristige Finanzierung und Sicherstellung der Täterarbeit. Bei der Täterarbeit wird mit Männern, die in ihrer Partnerschaft gewalttätig sind, an den Ursachen hinter ihrer Gewalttätigkeit gearbeitet. Sie lernen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und gewaltfreie Konfliktbearbeitungsstrategien anzuwenden. “Frauenhäuser sind ungemein wichtig, um akute Gefährdungssituationen zu beenden. Aber sie bekämpfen lediglich die Symptome, nicht die Ursachen. Nur mit Täterarbeit können wir die Gewaltspirale durchbrechen und so ein wirklich sicheres und gleichberechtigtes Zusammenleben in unserer Gesellschaft ermöglichen”, plädiert Tobias Raum.
Neben Frauen möchte Volt auch ein besonderes Augenmerk auf den Schutz von queeren Personen legen. Queerfeindliche Gewalt ist in den vergangenen Jahren immer häufiger und stärker geworden, wie auch Zahlen des BKA untermauern. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer - laut einer Dunkelfeld-Studie der Europäischen Agentur für Grundrechte aus dem Jahr 2020 bringen 87% der queeren Personen körperliche und sexuelle Übergriffe nicht zur Anzeige. Eine Studie der CAMINO aus dem Jahr 2025 zeigt, dass etwa zwei Drittel aller transgeschlechtlichen Personen schon einmal Opfer transfeindlicher Gewalt waren. “Queere Menschen bekommen noch immer viel zu wenig Aufmerksamkeit, wenn es um Gewalthilfe und Schutz geht. Wir möchten, dass der Hochtaunus sich klar auf die Seite der queeren Menschen stellt, die zum Teil bis heute aus Angst vor Gewalt ihre Identität verstecken”, stellt Fiona Byrne klar.
Über Volt
Volt ist eine paneuropäische politische Bewegung, die sich für ein vereintes, zukunftsfähiges Europa einsetzt. Mit einer Politik, die auf Innovation, Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit basiert, setzt Volt auf konkrete und evidenzbasierte Lösungen, die auf europäische Best-Practice-Beispiele zurückgreifen und auf nationale Gegebenheiten übertragen werden. In Hessen ist Volt bereits in den drei Städten Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt in Regierungsverantwortung und tritt zu den Kommunalwahlen im Hochtaunuskreis für den Kreistag, sowie in Kronberg, in Oberursel (mit ULO) und in Bad Homburg (mit BLB) an.
Für weitere Informationen und Interviewanfragen wenden Sie sich gerne an:
Tobias Raum
Local Lead Volt MTK/HTK
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Kasimir Nimmerfroh
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