Kürzungen bei Lehrkräften gefährden Bildungsgerechtigkeit – Volt Wiesbaden fordert Stärkung von Schulen mit besonderem Förderbedarf
Wiesbaden, 12. März 2026 – Die hessische Landesregierung plant im Rahmen der Haushaltskonsolidierung, rund 300 Lehrkräftestellen an Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen zu streichen.
Wiesbaden, 12. März 2026 – Die hessische Landesregierung plant im Rahmen der Haushaltskonsolidierung, rund 300 Lehrkräftestellen an Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen zu streichen. Diese zusätzlichen Stellen werden gezielt an Schulen vergeben, an denen besonders viele Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Familien lernen. Sie ermöglichen unter anderem mehr individuelle Förderung, Sprachförderung und zusätzliche pädagogische Unterstützung. Auch in Wiesbaden könnten dadurch Fördermöglichkeiten für Kinder und Jugendliche deutlich eingeschränkt werden.
Volt Wiesbaden kritisiert die geplanten Kürzungen scharf. Gerade Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen benötigten mehr Unterstützung statt weniger Ressourcen, um Bildungsgerechtigkeit zu gewährleisten.
Wer ausgerechnet dort spart, wo Kinder besondere Unterstützung brauchen, verschärft soziale Ungleichheit, statt sie zu überwinden
erklärt Moira Lüttich, Vorsitzende von Volt Wiesbaden und Spitzenkandidatin für die Kommunalwahl 2026.
Schulen in sozial herausfordernden Stadtteilen leisten enorme Arbeit für Integration, Chancengerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Arbeit darf nicht durch Kürzungen geschwächt werden.
Der sogenannte Sozialindex sorgt dafür, dass Schulen mit größeren sozialen Herausforderungen zusätzliche personelle Ressourcen erhalten – etwa für Sprachförderung, individuelle Betreuung oder sozialpädagogische Unterstützung. Gerade in wachsenden Städten wie Wiesbaden ist diese Förderung entscheidend, um allen Kindern faire Bildungschancen zu ermöglichen.
Auch Jasmine Leskien, Spitzenkandidatin für den Ortsbeirat Wiesbaden Westend/Bleichstraße und Erzieherin, warnt vor den Folgen der geplanten Maßnahmen:
In der pädagogischen Arbeit erleben wir täglich, wie wichtig individuelle Förderung und stabile Bezugspersonen für Kinder sind. Gerade in Stadtteilen mit vielen unterschiedlichen Lebensrealitäten brauchen Schulen genügend Fachkräfte, um jedes Kind zu begleiten. Wenn hier Stellen wegfallen, trifft das vor allem die Kinder, die ohnehin schon größere Hürden überwinden müssen.
Für Volt Wiesbaden steht fest: Bildung ist eine zentrale Investition in die Zukunft der Stadt. Gute Schulen, frühe Förderung und ausreichend pädagogisches Personal sind entscheidend für Integration, Fachkräfteentwicklung und sozialen Zusammenhalt.
Volt setzt sich deshalb auch im Kommunalwahlkampf für eine Stärkung der Bildungsangebote in Wiesbaden ein – unter anderem durch den Ausbau von Schulsozialarbeit, bessere Unterstützung für Schulen in herausfordernden Stadtteilen sowie eine stärkere Verzahnung von Bildung, Jugendhilfe und Stadtteilentwicklung.
Wer heute bei Bildung und Prävention spart, zahlt morgen einen deutlich höheren Preis – sozial, wirtschaftlich und gesellschaftlich
betont Lüttich.
Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Herausforderungen brauchen wir eine Bildungspolitik, die Chancen eröffnet, statt sie einzuschränken.