Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt will Jugendstadtrat für Bochum
“Kinder und Jugendliche sollen in Bochum eine direkte und selbst gewählte Interessenvertretung erhalten. Für den neuen Jugendstadtrat sollen junge Bochumer*innen ihre Vertreter*innen selbst wählen und sich auch selbst für eine Wahl aufstellen können”
“Kinder und Jugendliche sollen in Bochum eine direkte und selbst gewählte Interessenvertretung erhalten. Für den neuen Jugendstadtrat sollen junge Bochumer*innen ihre Vertreter*innen selbst wählen und sich auch selbst für eine Wahl aufstellen können”, erklären Stefanie Beckmann, Ratsmitglied und Sprecherin der Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt, sowie Kai Aschenbach, Mitglied im Ausschuss für Schule und Bildung.
“Bei der aktuellen Fortschreibung des neuen Kinder- und Jugendförderplans werden zwar neue Beteiligungsformate für junge Bochumer*innen berücksichtigt, wie z.B. Democracy Events, aber eine echte und direkte Einflussmöglichkeit auf die Kommunalpolitik durch Kinder und Jugendliche ist weiterhin nicht vorgesehen. Erwachsene spielen weiter `Gatekeeper´ und können bestimmen, zu welchen Themen Kinder und Jugendliche befragt werden und ob sie die Ergebnisse überhaupt berücksichtigen”, kritisieren Beckmann und Aschenbach.
“Ein Jugendstadtrat hätte die Möglichkeit, sich initiativ in die kommunalpolitischen Entscheidungsprozesse einzubringen sowie eigene Ideen vorzuschlagen. Vertreter*innen des Jugendstadtrats sollen die Chance erhalten, in den Ausschüssen und im Rat mit eigenem Rederecht aufzutreten und als Stimme der Bochumer Jugend zu agieren, wenn sie es selbst für angebracht halten”, erklären Beckmann und Aschenbach. Mit einem Antrag will die Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt die Verwaltung mit der Erstellung eines Konzepts beauftragen, das auch mögliche Wahlmodi und Altersgrenzen umfasst.
“Die Wahl der eigenen Interessenvertretung sowie die Möglichkeit, sich selbst für die Wahl aufstellen zu lassen, ist als besonderes Erlebnis bedeutend für die Demokratiebildung der jungen Menschen in Bochum. Kinder und Jugendliche lernen hier direkt, sich einzubringen und für die eigenen Bedürfnisse einzutreten”, argumentieren Beckmann und Aschenbach.
“In anderen Kommunen wie z.B. in Mühlheim oder Herne gibt es solche `Kinder- und Jugendparlamente´ bereits seit einigen Jahren. Bochum kann hier etablierten Vorbildern folgen und muss das Rad nicht neu erfinden. Dass eine Interessenvertretung von jungen Menschen keine Unsummen kostet und auch bei finanziellen Herausforderungen zu stemmen ist, zeigen auch positive Beispiele für Kinder- und Jugendparlamenten in kleinen Städten mit begrenzten Ressourcen, wie z.B. in Castrop-Rauxel. Kommunale Investitionen, die frühzeitig die Bedürfnisse junger Generationen berücksichtigen, werden langfristig auch effektiver und effizienter sein”,so STADTGESTALTER/Volt abschließend.