Keine städtischen Millionen für den Olympia Stützpunkt - In der Haushaltssicherung den Fokus auf Angebote für Bürger*innen legen
Die Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt hat ein umfangreiches Änderungspaket für das Haushaltssicherungskonzept (HSK) der Stadt vorgelegt.
Die Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt hat ein umfangreiches Änderungspaket für das Haushaltssicherungskonzept (HSK) der Stadt vorgelegt. Teil des Vorschlags von STADTGESTALTER/Volt ist auch mindestens 18 Millionen Euro beim Olympiastützpunkt einzusparen. Am 06.11.2026 liegt ein entsprechender Änderungsantrag der Ratsgruppe zur Behandlung im Ausschuss für Sport, Bewegung und Freizeit vor. Darüber hinaus will die Ratsgruppe bedeutende Angebote im Bereich Bildung, Soziales und Jugend erhalten.
“Wir müssen in allen Bereichen schauen, welche Angebote, die allen Bochumer*innen zu Gute kommen, können wir sichern und an welchen Stellen müssen wir dafür Geld sparen”, erklärt Raphael Braune, sportpolitische Sprecher der Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt. “Im Sportbereich muss der Fokus auf dem Breitensport liegen, an dem alle Einwohner*innen teilhaben können. Aus diesem Grund wollen wir die von der Kämmerei vorgesehenen Einsparungen in der Sportförderung erhalten und die geplanten zusätzlichen Kosten für die Nutzung der städtischen Sportanlagen aus dem Haushaltssicherungskonzept herausstreichen. Über die gesamte Dauer der Haushaltssicherung bis zum Jahr 2035 sichern wir dem Bochumer Breitensport so immerhin Ressourcen in Höhe von 1,4 Mio, EUR”, so Braune.
“Im Bereich der Sportförderung leitet Bochum jedes Jahr rund 2 Mio. EUR an städtischen Mitteln in den Spitzensport zur Finanzierung des hiesigen Olympia Stützpunkts. Dieses Geld fließt in die Struktur für die deutschen Nationalteams. Im Rahmen der Haushaltssicherung müssen wir Prioritäten setzen und hier rund 18 Mio EUR über die gesamte Dauer des HSK einsparen”, so Braune.
“Wir freuen uns, wenn Deutsche Sportler*innen in internationalen Wettkämpfen und bei Olympia erfolgreich sind - Aber wir sehen darin keine Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge auf der Ebene der Städte und Gemeinden. Die Finanzierung des Spitzensports ist Aufgabe des Bundes oder der Länder. Hier sollten sich die Bochumer Abgeordneten in Bundestag und Landtag für eine ausreichende Mittelausstattung einsetzen. Wenn deutsche Spitzensportler*innen Goldmedaillen gewinnen, wird schließlich die Nationalhymne auf der Sieger*innenehrung abgespielt und nicht das ‘Bochumer Jungenlied’”, so Braune abschließend.