STADTGESTALTER/Volt lehnt Gymnasium im Bermudadreieck ab. Schule ins BVZ und Fläche am City-Tor Süd neu denken

Die Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt lehnt den Vorschlag der Verwaltung, auf der Brachfläche am City-Tor Süd ein neues Gymnasium zu bauen, deutlich ab.

13. Jun 2026

Die Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt lehnt den Vorschlag der Verwaltung, auf der Brachfläche am City-Tor Süd ein neues Gymnasium zu bauen, deutlich ab. “Das ist kein sicherer Ort für eine Schule”, erklären Kai Aschenbach, schulpolitischer Sprecher, und Jürgen Dassow, planungspolitischer Sprecher. “Die Nähe zum Konsumraum für harte Drogen auf der Viktoriastraße., die Allgegenwart von Bars und Alkohol im Bermudadreieck sind nicht optimal. Dazu kommt, dass sich auch tagsüber eine große Zahl unterschiedlichster Menschen in diesem Bereich aufhalten und die Schule als Schutzraum für Kinder und Jugendliche besonders gegen das Betreten von schulfremden Personen gesichert werden muss”, so Aschenbach und Dassow.

“Die Pläne der Verwaltung sehen vor, dass Schüler*innen über Jahre in direkter Nähe zur Baustelle in Containern am City-Tor Süd unterrichtet würden. Lärm und Dreck sind kein akzeptables Lernumfeld. Aschenbach und Dassow schlagen daher, das derzeitige Gebäude der Musikschule, das früher bereits als Realschule genutzt wurde, als Interimsstandort zu nutzen. “Alsbald wird die Musikschule in das neue Haus der Musik am Musikforum umziehen und dann leer stehen. Für ein aufwachsendes neues Gymnasium sind dort alle notwendigen Räume sowie ein Schulhof und eine Sporthalle für mindestens drei Jahrgangsstufen vorhanden Auf dem Parkplatz vor der Musikschule ließe sich auch eine Interimslösung mit Containern realisieren.”

Dauerhaft soll das Gymnasium in das BVZ hinter dem historischen Rathaus einziehen, schlägt STADTGESTALTER/Volt vor. Nach Ansicht der Ratsgruppe soll die Stadt den alten Plänen, das Verwaltungsgebäude für eine neue Wohnbebauung abzureißen, eine Absage erteilen. Sobald VHS und Stadtbücherei ins neue Haus des Wissens umziehen, steht das BVZ-Gebäude leer und die Schule könnte einziehen. “Der Standort ist optimal, liegt in einem Fußgänger*innenbereich und ist perfekt an den ÖPNV angebunden. Es gibt auch bereits eine Masterthesis die grundsätzlich die Nutzung als Schule fachlich positiv geprüft hat. Selbst eine Mensa ist vorhanden. Aufgrund der vorhandenen Aufzüge wäre die Schule im BVZ auch behindertengerecht.”

“Das Vorhaben ist flächensparend, klimafreundlich und ressourcenschonend.” Mit einem Antrag, der mit der Beschlussvorlage ohne Votum in den Rat geschoben wurde, will die Ratsgruppe die Verwaltung mit einer Kostenrechnung beauftragen.

Alternative Nutzung der Fläche am City-Tor Süd

“Die Fläche am City-Tor Süd hat als Teil der Kulturachse zwischen Schauspielhaus und Musikforum ein großes städtebauliches Potential, das man mit Blick auf Kultur und auf das Ausgehviertel grundlegend neu denken sollte. Die Vermarktung als reine Gewerbefläche ist über Jahre hinweg erfolglos geblieben, da müssen  neue Impulse her. Besonders einen urbanen und grünen Aufenthaltsbereich mit konsumfreien Sitzgelegenheiten, Sportflächen und Speakers Corner. Als Arrondierung können auch gemischt genutzte Gebäude geeignet sein, z.B. um ein Angebot ähnlich dem des Unperfekthaus in Essen anzubieten”, so Aschenbach und Dassow. Auch ein Hochhaus mit Stadtwohnungen am Rande sei denkbar. “Auf jeden Fall müssen die Bürger*innen in den Planungsprozess eingebunden werden”, so Dassow und Aschenbach abschließend