Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt sagt Böllerei den Kampf an – Zentrale Laser- und Drohnenshow zu Silvester angeregt
Mit einem Antrag regt die Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt an, das zünden von Knallkörpern zu Silvester in Bochum zu untersagen. [...]
Mit einem Antrag regt die Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt an, das zünden von Knallkörpern zu Silvester in Bochum zu untersagen. „Die Stadt soll das Abbrennen von Pyrotechnik mit ausschließlicher Knallwirkung auch zu Silvester in bebauten Gebieten in Bochum gem. Sprengstoffverordnung verbieten“, fordert Zein-Draeger, die auf Vorschlag der Partei Volt in den Rat gewählt wurde. „Neben einem allgemeinen Verbot für Böller soll die Verwaltung auch prüfen, privates Silvesterfeuerwerk nur noch in dafür geeigneten Bereichen zuzulassen.“ Ähnliche Forderungen haben auch die Polizeigewerkschaft GdP und die Umwelthilfe aufgestellt.
„Viele Mitürger*innen werden es in den letzten Tagen und Wochen wieder wahrgenommen haben. Je näher Silvester rückt, desto häufiger werden Böller illegal im ganzen Stadtgebiet gezündet“, beschreibt Ratsmitglied Nadja Zein-Draeger. „Bereits zu Halloween in diesem Jahr waren die negativen Folgen durch das Abbrennen von Pyrotechnik zu verzeichnen. Die Feuerwehr hatte 17 Brandeinsätze.“
„Zum Jahreswechsel sind erneut noch mehr Belastungen für Feuerwehr-, Rettungs- und Polizeikräfte erwartbar. Letztes Silvester sind 47 Brandeinsätze sowie 122 Rettungseinsätze in Bochum angefallen. Neben Brände von Müllbehältern und Hecken fingen auch zwei Autos Feuer“, stellt Zein-Draeger fest. „Nicht nur die Gesundheit von Menschen wird beeinträchtigt. Darüber hinaus leiden Wild- und Haustiere durch die Knallerei“, so Zein-Draeger, selbst Hundehalterin.
„Auch die Müllbelastung durch das Silvesterfeuerwerk ist erheblich“, sagt Zein-Draeger und verweist auf eine Anfrage der STADTGESTALTER im Zusammenhang mit dem Silvester 2023/2024. Die Verwaltung teilte darauf mit, dass insgesamt 4,9 Tonnen Straßenkericht durch den USB allein in den Innenstadtbereichen aufgenommen worden, wovon der größte Teil laut Stadt Silvesterabfall sei.
„Als schöne Alternative zur Pyrotechnik kann eine zentrale und von der Stadt organisierte Drohnen- und Lasershow ein beeindruckendes und nachhaltiges Spektakel die Bochumer*innen in den Bann ziehen, schlagen STADTGESTALTER und Volt vor. „Ein begrenzter Einsatz von Pyrotechnik kann zusammen mit der neuesten Laser- und Drohnentechnologie ein großes, nachhaltiges und sicheres Erlebnis bieten“, so Zein-Draeger, welche dafür z.B. auf Amsterdam und Langeoog verweist.
Über den Antrag wird der Umweltausschuss abstimmen. Eine Regelung würde erst für das Silvester 2026/2027 greifen.