Stadt verfehlt Ziel beim barrierefreien Ausbau der Haltestellen deutlich - Dr. Steude: „Katastrophales Jahr 2025 für die Barrierefreiheit im ÖPNV“

„Nur neun Bussteige wurden in 2025 barrierefrei ausgebaut und damit das Ziel von 30 deutlich verfehlt. Ein katastrophales Jahr für die Barrierefreiheit im Bochumer ÖPNV“, kritisiert Ratsmitglied Dr. Volker Steude, verkehrspolitischer Sprecher der Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt.

17. Feb 2026

„Nur neun Bussteige wurden in 2025 barrierefrei ausgebaut und damit das Ziel von 30 deutlich verfehlt. Ein katastrophales Jahr für die Barrierefreiheit im Bochumer ÖPNV“, kritisiert Ratsmitglied Dr. Volker Steude, verkehrspolitischer Sprecher der Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt. Die Verwaltung legt dem Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur am 25.02.2026 eine Mitteilung über den Haltestellenausbau 2025 vor.

„Im Vergleich zu den Jahren 2021 bis 2024, in denen jeweils zwischen 23 und 34 Steige ausgebaut wurden, brach die Entwicklung im letzten Jahr sprichwörtlich ein. In Wattenscheid wurde sogar kein einziger Steig barrierefrei ausgebaut“, so Dr. Steude. „Dabei sind die Vorjahreszahlen nicht einmal befriedigend, da seit 2022 das erklärte Ziel von 30 Steige pro Jahr regelmäßig verfehlt wird.“

„Bochum kann sich nicht erlauben, die selbst gesteckten und recht bescheidenen Ausbauziele zu verfehlen. Seit 2022 gilt grundsätzlich, dass alle Haltestellen im ÖPNV barrierefrei sein müssen. In Bochum sind von 1.289 Steige aktuell aber lediglich 759 Steige barrierefrei, also nur 59%. Selbst wenn die Verwaltung ab diesem Jahr ihr Ausbauziel immer erreichen sollte, würde es mehr als 17 Jahre dauern, bis die Bochumer Haltestellen barrierefrei sind“, sagt Dr. Steude.

„Barrierefreiheit im ÖPNV ist kein Nice-To-Have, sondern ein absolutes Must-Have. In Bochum leben mehr als 45.000 schwerbehinderte Menschen“, argumentiert Dr. Steude. „Bei der nächsten Haushaltsberatung werden wir hier eine deutliche Beschleunigung des barrierefreien Ausbaus beantragen“, kündigt Dr. Steude an.

STADTGESTALTER/Volt fordert dazu, dass die Verwaltung nicht nur ein Mal am Ende eines Jahres das Ergebnis präsentiert. „Besser wäre es, wenn im Sommer ein Zwischenstand für das jeweils aktuelle Jahr vorgelegt wird. So kann man frühzeitig sehen, wo die Reise hingeht und als Politik noch reagieren“, sagt Dr. Steude abschließend.