Villa Kunterbunt: STADTGESTALTER/Volt sehen im Kaufangebot der Bewohnenden eine „charmante Idee“
„Die Stadt hat mit dem Verfall ihres Gebäudes bewiesen, dass sie keine gute und pflegliche Eigentümerin ist.[...]"
„Die Stadt hat mit dem Verfall ihres Gebäudes bewiesen, dass sie keine gute und pflegliche Eigentümerin ist. Selbstgenutztes Wohneigentum wird in der Regel deutlich besser gepflegt und instand gehalten" , erklären Dr. Volker Steude, Stefanie Beckmann und Nadja Zein-Draeger. Die Ratsmitglieder der Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt sehen daher in dem Kaufangebot für die Villa Kunterbunt von Seiten der Bewohnenden eine „charmante Idee“.
„Ob der Verkauf für den angeregten symbolischen Euro darstellbar ist, gilt es nun ernsthaft zu prüfen. Angesichts des Verfalls des Gebäudes und durch die von der Stadt selbst erklärten brandrechtlichen Schwierigkeiten, kann der Preis nicht sonderlich hoch ausfallen“ , schlussfolgert STADTGESTALTER/Volt.
„Wenn die Bewohnenden ein tragfähiges Konzept aufzeigen, das Gebäude auch gerne mit viel ‚Muskelhypothek’ zu renovieren, den Brandschutz einzuhalten und die zu erwartenden Kosten wie z.B. die Grundsteuer zu tragen, werden wir uns im Rat für einen Eigentümer*innenwechsel stark machen“ , so Dr. Steude, Beckmann und Zein-Draeger. „Auch könnte man prüfen, inwiefern eine energetische Sanierung zur Einsparung von CO2-Emissionen gefördert werden kann.“
„Zusätzlich könnte man gemeinsam mit den dann neuen Eigentümer*innen überlegen, ob und wie man den anderen Teil des Gebäudes weiter als Wohnung vermieten kann. Darüber könnte sich das Projekt auch nachhaltig finanzieren“ , findet STADTGESTALTER/Volt.
„Auf jeden Fall fordern wir die Stadt auf, das Angebot gemeinsam mit Politik und Bewohnenden zu besprechen und so lange auf eine Räumung zu verzichten. Parallel sollte die Stadt als (Noch-)Eigentümerin alles bautechnisch Machbare tun, um die Sicherheit aufrecht zu halten“ , so die Ratsgruppe.
Für die Ratsgruppe hat Stefan Hiltawsky als Mitglied der STADTGESTALTER an den Demonstrationen für den Erhalt der individuellen Wohngemeinschaft teilgenommen. Hiltawsky unterstreicht als Anwohnender im Bochumer Osten auch, dass sich die WG und ihr Umfeld kulturell sehr positiv auf den Stadtteil auswirken und deswegen erhalten werden müssen.