Volt Rheinland-Pfalz hat einen neuen Landesvorstand
Foto von links nach rechts: Sebastian Gerhard (scheidender Landesschatzmeister), Dennis Niegel (neuer Co-Landesvorsitzender), Erik Päßler (neuer stellv. Landesvorsitzender), Philipp Leisner (neuer Landesschatzmeister), Ron-David Röder (scheidender Co-Landesvorsitzender), Michaela Schneider-Wettstein (Co-Landesvorsitzende)
Foto: Lothar Propson
- Dennis Niegel und Michaela Schneider-Wettstein bilden die neue Doppelspitze
- Vorstand für zwei Jahre gewählt
- Regionale Präsenz und europäische Politik im Mittelpunkt
Koblenz. Volt Rheinland-Pfalz hat einen neuen Landesvorstand. Auf dem 14. Landesparteitag am 31. Oktober und 1. November in Koblenz-Ehrenbreitstein wählten die Mitglieder ein neues Führungsteam für die kommenden zwei Jahre. Die Doppelspitze bilden Dennis Niegel aus Landau und Michaela Schneider-Wettstein aus Ludwigshafen. Gemeinsam sollen sie den Landesverband weiterentwickeln und auf die politischen Herausforderungen der kommenden Jahre vorbereiten.
Im Mittelpunkt der neuen Amtszeit stehen der Ausbau lokaler Strukturen, eine stärkere Präsenz in Stadt und Land sowie die Vorbereitung auf das Wahljahr 2029. Dann stehen Bundestags- und Europawahlen sowie die Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz an. Volt will seine Verankerung in den Regionen bis dahin stärken und mehr Menschen für die aktive Mitgestaltung europäischer Politik gewinnen.
Die Neuwahl erfolgte turnusgemäß nach Ablauf der bisherigen Amtszeit. Für die meisten Mitglieder des bisherigen Vorstands war eine erneute Wahl aufgrund der satzungsgemäßen Begrenzung aufeinanderfolgender Amtszeiten nicht mehr möglich. Michaela Schneider-Wettstein hatte das Amt der Co-Landesvorsitzenden bereits zuvor übernommen, nachdem ihre Vorgängerin Alexandra Barsuhn zur Co-Bundesvorsitzenden von Volt gewählt worden war. Auf dem Landesparteitag wurde Schneider-Wettstein nun im Amt bestätigt. Dennis Niegel wurde erstmals zum Co-Landesvorsitzenden gewählt. Er folgt auf Ron-David Röder.
„Die kommenden zwei Jahre sind entscheidend dafür, wie wir als Partei in Rheinland-Pfalz aufgestellt sind. Wir wollen Menschen in allen Teilen des Landes erreichen und politische Beteiligung auch dort ermöglichen, wo kleinere Parteien bislang wenig präsent sind“, erklärten die beiden Co-Landesvorsitzenden mit Blick auf die neue Amtszeit.
Politik vor Ort und europäische Perspektiven verbinden
Der neue Landesvorstand will die regionale Verankerung von Volt ausbauen und zugleich das europäische Profil der Partei stärker in die politische Arbeit vor Ort einbringen. Als paneuropäische Partei setzt Volt auf grenzübergreifende Zusammenarbeit und gemeinsame Lösungen für Herausforderungen, die nicht an nationalen Grenzen haltmachen. Digitalisierung, Chancengerechtigkeit, Inklusion und eine moderne, bürgernahe Politik bilden wichtige Bezugspunkte für die Arbeit des Landesverbands.
Dennis Niegel (44) wuchs im Landkreis Altenkirchen auf, ist verheiratet und lebt heute in Landau. Seit seinem 16. Lebensjahr engagiert er sich politisch, seit Februar 2019 bei Volt. Beruflich arbeitet er als Key Account Manager in der Gesundheits-IT und wirkt an der Digitalisierung des Gesundheitswesens mit. Bislang war er stellvertretender Landesvorsitzender.
Michaela Schneider-Wettstein (46) wurde in Ludwigshafen geboren und lebt dort. Sie ist seit 2024 Mitglied bei Volt. 2025 kandidierte sie für das Amt der Oberbürgermeisterin in Ludwigshafen. Bei der Landtagswahl 2026 trat sie auf Listenplatz 5 sowie im Wahlkreis 37 (Ludwigshafen II) an. Ihre politischen Schwerpunkte sind Chancengerechtigkeit, Inklusion und Tierschutz.
„Eine lebendige Partei braucht mehr als gute Ideen. Sie braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen können, Austausch auf Augenhöhe und Strukturen, die Engagement ermöglichen. Wir wollen unsere Mitglieder stärken, neue Partnerschaften aufbauen und Volt in Rheinland-Pfalz als politische Kraft vor Ort weiterentwickeln“, so die gemeinsame Perspektive der neuen Doppelspitze.
Neuer Vorstand mit breiter Verantwortung
Dem neuen Landesvorstand gehören neben den beiden Co-Landesvorsitzenden die stellvertretenden Landesvorsitzenden Vera Sekinger, Erik Päßler und Heiko Kunz sowie Landesschatzmeister Philipp Leisner an. Sekinger und Kunz wurden in Abwesenheit gewählt. Ein weiterer vorgesehener Stellvertretungsposten für ein weiblich/diverses Vorstandsmitglied konnte auf diesem Parteitag nicht besetzt werden. Das Paritätsprinzip bleibt ein grundsätzlicher Anspruch von Volt.
Aus dem bisherigen Vorstand schieden neben dem Vorsitzenden Ron-David Röder auch der stellvertretende Landesvorsitzende Dominik Springer und Landesschatzmeister Sebastian Gerhard aus. Der Landesverband dankte allen drei für ihren langjährigen Einsatz und ihr Engagement.
Neben der Vorstandswahl bestimmten die Mitglieder auch ihre 22 Landesdelegierten sowie die Ersatzdelegierten neu. Sie werden den Landesverband erstmals beim Bundesparteitag von Volt am 21. und 22. November in Leipzig vertreten.