Sanierung Schulzentrum: Leichlinger Fraktionen ziehen an einem Strang – Volt sieht großes Potenzial in Variante B2
Leichlingen, 21. April 2026 – Am heutigen Dienstag kam der neu gegründete Sonderausschuss Schulzentrum zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Das erste Treffen des Gremiums war von einer sachlichen und konstruktiven Atmosphäre geprägt. Während die endgültige Entscheidung zum planerischen und baulichen Ablauf der einzelnen Schulgebäude ergebnisoffen blieb, herrschte über die nächsten organisatorischen Schritte fraktionsübergreifend Einigkeit.
(Bildmaterial KI-generiert)
Einstimmigkeit bei den nächsten Planungsschritten
Um eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die kommenden Jahre zu schaffen, hat der Ausschuss in seiner ersten Sitzung einstimmig ein Paket an Prüfaufträgen an die Stadtverwaltung verabschiedet. Diese betreffen wesentliche Kernpunkte der kommenden Bauphasen:
Den Abriss der alten Hauptschule sowie die Planung für den Rückbau der 3-Feld-Sporthalle.
Die konkrete Planung von Parkflächen, um die verkehrliche Situation im Umfeld zu entspannen.
Detaillierte Bedarfsplanungen u. A. für die gymnasiale Oberstufe, um künftigen infrastrukturellen und pädagogischen Anforderungen gerecht zu werden.
„Diese Einmütigkeit zeigt, dass alle Beteiligten das Ziel verfolgen, die bestmögliche Lösung für unsere Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zu finden“, kommentierte die Volt-Fraktion den Auftakt im Sonderausschuss.
Volt-Tendenz: Nachhaltiger Campus durch Variante B2
In der inhaltlichen Abwägung der drei vorgestellten Grundvarianten (B1, B2 und B3 aus der Präsentation zur Variantenuntersuchung) zeichnet sich für die Volt-Fraktion derzeit eine Tendenz zur Variante B2 (Einbeziehung des REWE-Geländes) ab.
Aus Sicht von Volt bietet dieser Entwurf die größte, langfristige Qualität für die Schülerinnen und Schüler:
Campus-Gedanke: Gymnasium und Sekundarschule bleiben in räumlicher Nähe, was den Austausch und die Inklusion (barrierefreier Zugang zur Mensa) fördert.
Multifunktionale Nutzung: Ein Neubau der Aula auf dem REWE-Gelände stünde nicht nur den Schulen, sondern als moderner Veranstaltungsort auch für das breite kulturelle Leben in Leichlingen offen.
Städtebauliche Optionen: Diese Variante bietet die Chance, synergetisch weitere Bedarfe mitzudenken. So könnten hier beispielhaft Büroflächen für die Verwaltung oder ein Quartiersparkhaus entstehen, was zur Entspannung der Situation in der Innenstadt beitragen würde, ohne den Schulcampus einzuengen.
Abwägung der Alternativen: Zeit vs. Funktionalität
In der Bewertungsmatrix (S. 57 der Variantenuntersuchung) stehen sich unterschiedliche Konzepte und Reihenfolgen von Abriss und Neubau der einzelnen Schulgebäude gegenüber, die der Ausschuss nun vergleichen muss. Während die Positionen der einzelnen Fraktionen dazu noch in der Abstimmung sind, verdeutlicht die Matrix die Zielkonflikte:
Variante B3: Gilt als Favorit in puncto Schnelligkeit. Ein zügiger Bestandsauszug der Sekundarschule ist aufgrund der PCB-Thematik und gewisser Laufzeiten und Fristen bei der Beantragung von Subventionen ein gewichtiges Argument.
Variante B1: Überzeugt durch eine sehr kompakte Bauweise, birgt jedoch Risiken von Nutzungskonflikten bei den Gemeinschaftsflächen.
Variante B2: Erfordert eine komplexere Planung unter Einbeziehung des jetzigen REWE-Areals, bietet aber laut Volt das nachhaltigste Ergebnis für die Schullandschaft und die Stadtentwicklung.
Priorität für Gesundheit und Transparenz
Unabhängig von der letztlichen Variantenwahl besteht parteiübergreifend Konsens darüber, dass der erste und wichtigste Schritt die Evakuierung und der Neubau der Sekundarschule sein muss. Nur so kann die gesundheitliche Belastung durch PCB für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte endgültig und nachhaltig beseitigt werden.
Auch drängt Volt darauf, die PCB-Belastung in den Bestandsgebäuden während der Übergangsphase durch alle praktikablen Maßnahmen (z. B. Verkapselung) weiter zu minimieren. Die Gesundheit der Schulgemeinschaft muss oberste Priorität haben.
Zudem begrüßt Volt die Absicht, den Prozess transparent zu gestalten und die Öffentlichkeit über einen Runden Tisch aktiv einzubinden. Der Sonderausschuss hat mit seiner ersten Sitzung die Grundlage für einen sachorientierten Dialog gelegt.
Kontakt für Rückfragen: Volt-Fraktion Leichlingen <[email protected]>